Matratzenbezug und Matratzenschoner waschen: So geht's richtig
Anleitung: Matratzenbezug und Matratzenschoner richtig waschen und pflegen
Auch wenn Sie Ihre Bettwäsche regelmäßig wechseln, fühlt sich das Bett mit der Zeit oft nicht mehr ganz frisch an. Damit Hygiene und Schutz erhalten bleiben, spielen Matratzenbezug und Matratzenschoner eine wichtige Rolle. Da beide unterschiedliche Aufgaben erfüllen und aus verschiedenen Materialien bestehen können, sollten sie auch passend gepflegt und gewaschen werden.
- Der Matratzenschoner bildet Ihre regelmäßige Hygieneschicht und sollte deutlich öfter gewaschen werden.
- Den Matratzenbezug reinigen Sie seltener, aber gezielt bei Allergien, starkem Schwitzen oder nach Krankheit.
- Das Pflegeetikett ist entscheidend: Temperatur, Schleudern und Trocknen sollten immer zum Material passen.
- Wichtig ist vollständiges Trocknen, damit keine Gerüche oder Feuchtigkeit in der Matratze bleiben.
Was sind Matratzenbezug & -schoner
Matratzenschoner ist der Oberbegriff für Schutzschichten rund um die Matratze. Dazu zählen zum Beispiel Auflagen, Unterlagen und auch Matratzenbezüge für den Rundumschutz.
Der Matratzenbezug umschließt die Matratze vollständig. Er sitzt passgenau, lässt sich meist per Reißverschluss abnehmen und schützt die Matratze rundum. Je nach Material kann er außerdem das Liegeklima beeinflussen, weil er Feuchtigkeit aufnimmt und die Luftzirkulation mitsteuert.
Andere Matratzenschoner liegen zusätzlich auf der Matratze, meist direkt unter dem Spannbettlaken. Sie fangen Schweiß, Hautschuppen und kleine Missgeschicke ab und lassen sich in der Regel leichter und häufiger waschen. Gerade im Alltag wird dadurch schnell deutlich, warum Matratzenschoner sinnvoll sind.
Wie oft waschen ist sinnvoll
Ein Matratzenschoner sollte regelmäßig gewaschen werden, weil er im Alltag die meiste Belastung auffängt. Als grobe Orientierung sind vier bis acht Wochen oft sinnvoll. Wenn Sie stark schwitzen, Haustiere haben oder auf Hausstaub reagieren, kann auch ein kürzerer Abstand sinnvoll sein. Gerade bei Allergien spielt Hygiene im Bett eine wichtige Rolle, weil sich Auslöser wie Hausstaubmilben dort besonders wohlfühlen. Passend dazu ist auch das Thema Hausstaubmilben bekämpfen relevant.
Den Matratzenbezug waschen Sie in größeren Abständen, weil das Abnehmen aufwendiger ist. In vielen Fällen reicht es, ihn ein bis zwei Mal pro Jahr zu reinigen. Bei Allergien, nach einer Krankheit oder wenn Sie nachts stark schwitzen, kann auch hier häufigeres Waschen sinnvoll sein.
- Pflegeetikett lesen: Prüfen Sie Temperatur, Trocknerfreigabe und Hinweise zur Reinigung.
- Bezug abnehmen: Kippen Sie die Matratze leicht an, öffnen Sie den Reißverschluss vollständig und nehmen Sie die Teile bei Bedarf getrennt ab.
- Flecken vorbereiten: Behandeln Sie Flecken punktuell mit einem milden Mittel, ohne stark zu reiben.
- Programm und Waschmittel wählen: Geeignet sind Schonwäsche oder Pflegeleicht mit einem milden Flüssigwaschmittel. Die Maschine dabei nicht überfüllen.
- Moderat schleudern: Eine zu hohe Drehzahl kann Nähte und Versteppungen unnötig belasten.
- Vollständig trocknen: Ziehen Sie den Bezug erst wieder auf, wenn er komplett trocken ist. Je nach Etikett eignen sich Lufttrocknung oder eine niedrige Trocknerstufe.
Damit Sie direkt sehen, welche Lösungen es je nach Bedarf gibt, finden Sie im folgenden Slider eine Übersicht verschiedener Arten von Matratzenschonern – von atmungsaktiven Modellen bis zu Varianten mit Nässeschutz.
- Pflegeetikett prüfen: Vor allem bei Membranen und Nässeschutz gelten oft besondere Vorgaben.
- Temperatur passend wählen: Waschen Sie so warm wie nötig und so schonend wie möglich – immer nach Etikett.
- Keinen Weichspüler verwenden: Er kann Poren und Membranen zusetzen und die Schutzfunktion beeinträchtigen.
- Schonendes Programm nutzen: Schonwäsche oder Pflegeleicht mit sparsam dosiertem Flüssigwaschmittel, bei Bedarf mit zusätzlichem Spülgang.
- Richtig trocknen: In vielen Fällen ist Lufttrocknung die beste Wahl. Der Trockner eignet sich nur, wenn er laut Etikett erlaubt ist und dann auch nur bei niedriger Temperatur.
Häufige Fehler vermeiden
- Bezug ist eingelaufen: Häufig wurde zu heiß gewaschen oder getrocknet. Künftig das Pflegeetikett beachten und schonender trocknen.
- Schoner ist nicht mehr dicht: Ursache sind oft Weichspüler oder zu hohe Temperaturen. Waschen Sie ohne Weichspüler und trocknen Sie nur bei niedriger Hitze.
- Muffiger Geruch: Meist wurde der Bezug oder Schoner nicht vollständig getrocknet. Lassen Sie die Textilien immer komplett durchtrocknen.
- Waschmaschine überfüllt: Die Textilien werden nicht richtig sauber und das Material wird stärker belastet. Besser ist es, den Waschgang bei Bedarf aufzuteilen.
Extra-Tipps für typische Situationen
Bei Allergien lohnt sich häufigeres Waschen des Schoners und, wenn erlaubt, auch eine höhere Temperatur. Wenn Sie stark schwitzen, helfen ein fester Wasch-Rhythmus beim Schoner und ein zusätzlicher Waschgang für den Bezug, sobald sich das Bettklima feucht oder schwer anfühlt. Bei kleinen Unfällen zählt schnelles Handeln: Den Schoner möglichst sofort waschen und die Matratze gut lüften. Mit Haustieren ist es sinnvoll, Haare vorab abzubürsten oder abzusaugen, damit der Waschgang effektiver wird.
Wenn bei Ihnen Nässeschutz eine Rolle spielt, kann es sinnvoll sein, passende Textilien direkt zu kombinieren. Im Slider sehen Sie praktische Optionen für Inkontinenz-Spannbettlaken, die den Alltag erleichtern und das Bett zusätzlich schützen können.
Fazit
Der Matratzenschoner unterstützt die Hygiene im Alltag, der Matratzenbezug schützt die Matratze zusätzlich rundum. Wenn Sie beide passend zu Material und Pflegeetikett waschen, bleiben Frische, Schutzfunktion und Komfort länger erhalten. Sinnvoll ist es außerdem, auch die Matratze regelmäßig zu reinigen und zu pflegen.
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