Wie Zigaretten Sie um den Schlaf bringen

 

Das der Genuss von Zigaretten der eigenen Gesundheit abträglich ist, dürfte mit Sicherheit niemanden mehr verwundern oder gar überraschen. Jedoch gibt es zahlreiche Raucher, die sich des Gesundheitsrisikos zwar bewusst sind und dennoch nicht richtig einordnen können, dass sich das Rauchen sogar auf einen gesunden und erholsamen Schlaf sehr nachteilig auswirken kann.

 

Wie wirkt sich der Zigarettenkonsum generell auf die Gesundheit aus?

 

Generell tut das Rauchen von Zigaretten und anderen Tabakprodukten der Gesundheit nicht gut. Denn durch das Teer und das Nikotin wird nicht nur das Immunsystem nachhaltig geschwächt, auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßerkrankungen und Krebsleiden werden durch das Rauchen forciert.

Wer zudem noch ständig unter Schlafstörungen leidet oder zumindest sehr oft schlecht schläft, steckt schnell in einem Teufelskreis. Denn natürlich wird mangelnder und qualitativ minderwertiger Schlaf zu weiteren Erkrankungen führen oder bereits bestehende und durch den Nikotinkonsum forcierten Krankheitssymptomen diese weiter fördern. Nicht selten können also zusätzlich Depressionen oder andere psychische Erkrankungen hinzukommen.

 

Was eine neue Studie ans Licht brachte?

 

US-amerikanische Wissenschaftler haben in einer neuen Studie nachweisen können, dass Raucher nicht nur schlechter schlafen, sondern zudem auch öfter unter Alpträumen leiden.

Zudem wurde anhand der Hirnströme festgestellt, dass die Deltawellen bei Nichtrauchern um einiges länger waren, diese sich also in einer sehr viel längeren Tiefschlafphase befanden, als Raucher. Selbst leise Geräusche können dann unter anderem die Ursache sein, warum ein Raucher schneller wach wird.

Bei den Probanden dieser Studie wurde zudem festgestellt, dass Raucher in der Regel sehr viel unruhiger schlafen, was die Wissenschaftler auf die unbewusst auftretenden Entzugserscheinungen zurückführen, von denen starke Raucher auch in der Nacht betroffen sind.

 

Was hat das Rauchen mit dem Schlaf zu tun?

 

Das tägliche Rauchen hat ziemlich viel mit dem Schlaf zu tun. Im Grunde hindert es nämlich jeden Tabakkonsumierer daran, gut und erholsam zu schlafen beziehungsweise überhaupt genügend Schlaf zu bekommen. Denn entgegen der allgemeinen Annahme entspannt das Rauchen nämlich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.

Denn Nikotin sorgt dafür:

  • dass der Herzschlag sich erhöht
  • dass der Blutdruck ansteigt
  • dass die Gehirnaktivitäten stimuliert werden
  • dass der Puls sich erhöht
  • dass die Atmung flacher wird
  • dass mehr Adrenalin ausgeschüttet wird

So gesehen bringt die Zigarette am Abend nicht wirklich Entspannung sondern sorgt eher dafür, dass man länger wach ist und schwerer einschlafen kann. Zudem berauscht das Nikotin also erst einmal, bevor es dann aufgrund der abhängig machenden Eigenschaften auch nachts Entzugserscheinungen hervorrufen kann.

Darüber hinaus nimmt das Nikotin dahingehend einen sehr negativen Einfluss auf den gesunden Schlaf, dass die Tiefschlafphasen bei Rauchern sehr viel kürzer sind und dadurch ein eher leichter Schlaf bei ihnen zu registrieren ist.

Das bedeutet also, dass Raucher schneller wach werden und die Übergänge der einzelnen Schlafphasen zu kurz sind. Aber erst der Tiefschlaf bringt jene wichtige Erholung, die jeder Körper braucht, um am nächsten Tag wieder fit und energiegeladen zu sein.

 

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Welche Entzugserscheinungen können auftreten?

 

Es herrscht unter Rauchern die weitverbreitete Meinung, dass sie schlechter schlafen könnten, wenn sie mit dem Zigarettenkonsum aufhören würden. Doch die Schlafstörungen oder geminderten Schlafqualitäten kommen erst durch das inhalierte Nikotin.

Schlafprobleme sind also jene Entzugserscheinungen, die jeder Raucher nachts mitmacht, selbst wenn er sie nicht als solches sieht oder einstuft.

Doch sobald sich der Nikotingehalt verringert, kommt das Verlangen nach einer Zigarette durchaus auch in der Nacht auf.

Es kommt also besonders bei starken Rauchern auch nachts dazu, dass das Verlangen nach einer Zigarette zunimmt, der Körper aus dem Schlaf aufweckt. Wird diesem Verlangen nachgegeben, kommt es jedoch erneut zur aufputschenden Wirkung und der Mensch kann nicht einfach so wieder einschlafen.

Auf Dauer führt das also zu einem massiven Schlafdefizit und einer chronischen Schlafstörung mit allen bekannten Folgen, die bis hin zu ernsthaften Erkrankungen gehen können.

Tipp: Nikotinpflaster und andere Mittel zur Rauchentwöhnung sind mit Sicherheit sehr hilfreich, doch direkt vor dem Schlafen bringen sie leider die gleiche Wirkung, wie eine herkömmliche Zigarette.

 

Wodurch kann man wieder besser schlafen?

 

Um wieder zu einer höheren Schlafqualität und damit einer verbesserten Durschlafsituation zu kommen, wäre es natürlich die beste Variante, mit dem Rauchen aufzuhören. Entsprechende Rauch-Entwöhnungs-Therapien und Nikotinersatz können da sehr hilfreich sein.

Darüber hinaus steht aber für diesen Punkt immer im Mittelpunkt, die eigene Schlafhygiene und Umgebung im Blick zu haben. So sollte die Umgebungstemperatur maximal 18 bis 20 Grad betragen, technische Geräte im Schlafzimmer ausgeschaltet sein und die Bettausstattung den eigenen Bedürfnissen angepasst sein, um nur einige wichtige Merkmale zu nennen.

Besonders wichtig ist jedoch die eigene Lebensweise. Zu viel Alkohol– und Nikotinkonsum gehören dabei ebenso wenig dazu, wie übermäßiges und reichhaltiges Essen kurz vor dem Schlafengehen.

Stattdessen werden die folgenden Maßnahmen den gesunden Schlaf nachhaltig verbessern und fördern:

  • ausreichend Bewegung an der frischen Luft tagsüber
  • vor dem Schlafengehen Entspannungstechniken wie zum Beispiel Meditation oder autogenes Training
  • gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Vermeidung von dauerhaften Stresszuständen
  • Verzicht auf übermäßigen Koffeinkonsum

Hinweis: Schlafmittel können eine gesunde Lebensweise nicht ersetzen, denn sie fördern den Tiefschlaf nur vorübergehend. Zudem machen sie abhängig und der Teufelskreis beginnt von vorn.

Wer sich als Raucher dafür entscheidet, dem Zigarettenkonsum abzuschwören, wird einige Zeit brauchen, bis sich das Nervengift Nikotin einigermaßen abgebaut hat. In dieser Entwöhnungsphase wird es oft zu weiteren Schlafstörungen kommen, denen man aber besser mit effektiven Hausmitteln begegnen sollte, anstatt mit Schlafmitteln, welche die nächste Abhängigkeit fördern könnten.

 

Fazit

 

Der Rauch von Zigaretten und Co wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Gesundheit aus, sondern ebenso stark auf den gesunden und erholsamen Schlaf. Denn Rauchern gelingt es sehr viel schwerer, in die die erholsame Tiefschlafphase zu gelangen. Sie wachen zudem häufiger nachts auf und leiden an massiven Schlafstörungen. Denn Nikotin hat einen stimulierenden Effekt, der das Gehirn nicht zur Ruhe kommen lässt, Blutdruck und Puls erhöht und förmlich wie ein Wachmacher fungiert.

Um wieder besser schlafen zu können, sollten also nicht nur die Lebensweise überdacht werden, sondern auch Schlafumgebung und Schlafhygiene auf Optimalität überprüft werden. Immerhin wird es wenig Erholung bringen, wenn endlich der blaue Dunst aus dem Leben verschwindet, die Matratze aber eine alte und durchgelegene Liegefläche ist, wo sich gesunder Schlaf ebenso wenig einstellen kann.

 

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