Vom Morgenmuffel zum energiegeladenen Frühaufsteher

 

Während manche Menschen mit dem ersten Weckerklingeln aufstehen und schon beim morgendlichen Duschen guter Dinge sind, haben Morgenmuffel es echt schwer. Denn der Start in den Tag fällt ihnen nicht nur besonders schwer, sondern er hält auch die eine oder andere Tücke bereit. Doch was tun, wenn man nicht unbedingt zu den Lerchen gehört? Wir haben uns einmal schlau gemacht und halten die besten Tipps und Tricks parat, mit denen man vom Morgenmuffel zum energiegeladenen Frühaufsteher wird.

 

Was ist charakteristisch für einen Morgenmuffel?

 

Eigentlich steckt die Bedeutung bereits in dem Begriff Morgenmuffel. Diejenigen, die es betrifft, stehen mit dem neuen Tag auf Kriegsfuß, können sich meist selbst nicht leiden und reagieren erst einmal auf alles mit Frust.

Das liegt allerdings weniger daran, dass jemand faul oder generell unmotiviert ist, sondern vielmehr an den Genen. Wissenschaftler nennen das Chronobiologie. Gemeint ist damit nichts anderes als die innere Uhr oder der individuelle Biorhythmus.

Rund 25 Prozent der Menschen gelten als Morgenmuffel, die nur schwer aus dem Bett und in den Alltag kommen.

Das liegt vor allem daran, dass sie:

  • zu den Nachteulen gehören
  • eher nachtaktiv sind und daher später ins Bett gehen
  • brauchen einfach länger, um richtig wach zu sein
  • haben ein späteres Leistungshoch

Setzt man das ins Verhältnis, würde jeder frohgelaunte und energiegeladene Frühaufsteher ähnlich reagieren, wenn man ihn gegen Mitternacht aus dem Bett holen würde, um dann von ihm zu verlangen, sich für die Arbeit fertig zu machen.

Ein Unding! Warum? Weil es gegen den Rhythmus der inneren Uhr wäre.

Es ist also eigentlich gar nicht schlimm, wenn man ein Morgenmuffel ist. Allerdings gibt es eben auch nicht überwiegend Jobs, bei denen man erst sehr viel später zur Arbeit erscheinen muss oder gar so lange schlafen kann, bis der eigenen Biorhythmus „Hallo Tag, ich bin wach!“ ruft. In unserer heutigen Arbeitswelt hat man es als quengeliger Morgenmuffel zugegebenermaßen nicht leicht.

Doch es gibt einige Tipps und Tricks, mit denen man sich nach und nach wenigstens etwas in einen frohgelaunten Frühaufsteher verwandeln kann.

Zumindest soweit, dass man die erste Stunde im Büro nicht nur allein durch Anwesenheit glänzt.

 

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Welche Tricks verwandeln jeden Morgenmuffel in einen energiegeladenen Frühaufsteher?

 

  • Langsame Annäherung an das frühe Aufstehen: Wer eigentlich kein Frühaufsteher ist, tut sich besonders schwer, dem morgendlichen Weckruf zu folgen. Hier kann es jedoch hilfreich sein, jeden Morgen 15 Minuten früher aufzustehen, bis man sich leichter damit tut, etwa eine Stunde früher aufzustehen. So hat man bereits zu Hause mehr Zeit, um wach zu werden und kann dann energiegeladener in den Arbeitstag starten.
  • Wecker sollte nicht griffbereit stehen: Am besten sollte der Wecker so weit weg vom Bett stehen, dass man aufstehen muss, um ihn auszuschalten. Da braucht es dann eigentlich auch keine Schlummerfunktion mehr, die ohnehin eher kontraproduktiv für Morgenmuffel ist.
  • Licht ins Dunkel bringen: Sollte das Öffnen der Jalousien am Morgen nicht viel bringen, weil es draußen ohnehin noch dunkel ist, hilft das elektrische Licht. Vielleicht nicht gleich in Form von Flutlicht, doch schon eine kleine Lampe mit einem schwachen Lichtschein hilft ungemein beim Wachwerden.
  • Musik beflügelt: Wer sich gleich nach dem Aufstehen das Radio anstellt, wird die üble Morgenlaune sehr viel schneller und einfacher vertreiben können.
  • Moderne Technik nutzen: Eine Kaffeemaschine mit Timer kann mindestens genauso gut für gute Laune sorgen. Denn wer sich schwer tut, morgens rechtzeitig aus dem Bett zu kommen wird spätestens beim Kaffeeduft aus dem Bett gelockt.
  • Duschen bringt den Kreislauf in Schwung: So direkt nach dem Aufstehen unter die eiskalte Dusche zu springen, ist sicher nicht jedermanns Sache. Aber eine angenehm warme Dusche bringt die Lebensgeister ebenso gut in Schwung und kann mitunter sogar gesünder sein.
  • Der Zeitfaktor spielt eine große Rolle: Gerade für Morgenmuffel spielt die Zeit am frühen Morgen eine enorm wichtige Rolle. Deswegen sollte möglichst so viel Zeit eingeplant werden, dass man in Ruhe frühstücken kann, bevor man sich entspannt für die Arbeit fertig macht.
  • Den eigenen Schlafrhythmus gezielt ausnutzen: Da bei jedem Menschen der Zyklus der einzelnen Schlafphasen etwa 90 Minuten dauert, macht es Sinn, den Wecker genau auf jene Zeit einzustellen, in der die letzte Schlafphase beendet wird. Egal ob man dann schon wirklich raus müsste: Es kann sehr hilfreich sein, den Wecker exakt auf einen Weckzeit nach 7,5 Stunden zu timen.
  • Rituale und Frühsport sind optimal: So wie Rituale abends beim Einschlafen helfen, können andere am Morgen für das schnellere und leichtere Erwachen sorgen. Dazu kann neben der morgendlichen Tasse Kaffee auch der Frühsport gehören. Hier muss es nicht gleich das Powertraining sein, aber Dehnungsübungen oder auch Kniebeugen können beispielsweise sehr gute Wachmacher sein.
  • Omega-3 steigert die Stimmung: Da Morgenmuffel dann doch eher zu einer miesepetrigen Stimmung neigen, sollte beim Frühstück schon Omega-3 eine Rolle spielen. Leinsamen, Fisch oder Walnüsse am Morgen steigern die Stimmung und bringen Glückshormone auf Trab.

Wer zudem als bekennender Morgenmuffel kleine Kinder zu versorgen hat, ist gut beraten, eine Stunde vor den Kleinen aufzustehen, um erst einmal selbst richtig wach zu werden. Dann verläuft der Morgen mit der Familie weitaus entspannter und ruhiger.

Hinweis: Übrigens haben Forscher herausgefunden, dass Morgenmuffel glücklicher sind, wenn sie nach dem Aufstehen und beim ersten Kaffee alte Erinnerungen auf Facebook und Co betrachten. Denn dadurch werden Glückshormone aktiviert.

Ganz wichtig ist bei allem jedoch, dass auch Morgenmuffel auf regelmäßige Schlafenszeiten zur möglichst gleichen Zeit achten müssen.

Nur so lässt sich der Schlafrhythmus ein wenig verändern und den individuellen Gegebenheiten durch einen frühen Arbeitsbeginn anpassen.

Das bedeutet natürlich auch, dass man nicht zu spät ins Bett gehen sollte, um trotz des unsäglich frühen Aufstehens ausreichend Schlaf zu bekommen. Sonst droht die Tagesmüdigkeit, die ebenfalls nicht förderlich sein wird.

 

Fazit

 

Vom Morgenmuffel zum energiegeladenen Frühaufsteher zu mutieren ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man sich einige der Tipps und Tricks zu Herzen nimmt.

Natürlich wird nicht jeder Trick bei allen gleich gut oder gleich schnell wirken, denn dazu sind wir Menschen einfach zu verschieden. Doch es wird nicht wehtun, das eine oder andere auszuprobieren.

 

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