Schlaf und seine Veränderungen mit dem Alter

 
Leben heißt Veränderung. Diese machen sich natürlich auch in den Schlafgewohnheiten und in der Schlafdauer bemerkbar. Denn mit zunehmendem Alter schläft man nicht mehr wie ein Baby und schon gar nicht wie ein Teenager. Während es ganz normale und natürliche Veränderungen gibt, sind so manche Schlafveränderungen im Alter nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Immerhin kann man etwas dagegen tun, wenn sich der Schlaf im Alter so verändert, dass er Probleme bereitet.

 

Wie verändert sich der Schlaf im Alter?

 
Es steht natürlich außer Frage, dass der Schlaf im Alter immer noch so erholsam sein sollte, dass man den Alltagsaufgaben ausgeruht und fit gegenübersteht.

Selbstverständlich funktioniert der Regenerationsprozess während der Nachtruhe auch bei Menschen im fortgeschrittenen Alter. Dennoch verändert sich einiges in puncto Schlaf, wenn man ein gewisses Lebensalter erreicht hat.

Es kommt zu Veränderungen:

  • bei der Schlafdauer
  • bei der Schlaftiefe
  • des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • bei der Melatoninproduktion

Die erste, und meist sehr offensichtliche Veränderung betrifft die Schlafdauer. Während man zu Beginn des Lebens um die 16 bis 20 Stunden Schlaf braucht und in der Lebensmitte als Erwachsener mit rund 7 bis 8 Stunden Schlaf auskommt, sind es im fortgeschrittenen Alter ab etwa 65 Jahren gerade einmal noch 5 bis 6 Stunden.

Das liegt grundsätzlich daran, dass ältere Menschen weitaus weniger Melatonin produzieren. Ein völlig natürlicher Vorgang, denn natürlich ist im Alter der gesamte Hormonhaushalt von deutlichen Veränderungen betroffen.

Doch nicht nur die Schlafdauer verändert sich, wenn wir älter werden. Auch die Schlafgewohnheiten und der Schlaf-Wach-Rhythmus gestalten sich etwas anders.

So ist zu beobachten, dass ältere Menschen oftmals mit Schlafunterbrechungen zu kämpfen haben. Nicht selten schlafen sie nur verhältnismäßig wenige Stunden am Stück. Häufig nennen Betroffene dieses Phänomen Durchschlafstörungen, denn sie kennen aus ihrer eigenen Jugend natürlich ganz anders.

Die Tiefe des Schlafes verändert sich mit zunehmendem Alter ebenso. Während junge Menschen die meiste Zeit beim Nachtschlaf in dem langsamwelligen Tiefschlaf verbringen und sich daher am Morgen besonders fit und ausgeruht fühlen, gelingt das älteren Menschen zunehmend weniger. Stattdessen ist ihre Nachtruhe von einem sehr leichten Schlaf geprägt.

Hinweis: Sehr oft liegt es auch bestimmten Medikamenten, die man aufgrund von diversen Erkrankungen im Alter dauerhaft einnehmen muss, dass man nachts schlechter schläft oder sich tagsüber häufiger müde fühlt.

 

Wann werden altersbedingte Schlafveränderungen zu einem ernsten Problem?

 
Nicht jede Veränderung hinsichtlich des Schlafes muss gleich als ernstzunehmendes Problem wahrgenommen werden.

In sehr vielen Fällen kommen die Betroffenen durchaus gut damit klar, wenn sie nicht mehr so viel Schlaf benötigen, nachts eher einen leichten Schlaf genießen oder dafür tagsüber ein Nickerchen machen.

Allerdings neigen wir Menschen dazu, an alten und bewährten Mustern und Verhaltensweisen festzuhalten. So finden es viele besser, den vielleicht unzureichenden Schlaf tagsüber nachzuholen.

Nicht selten ist es das fehlende beziehungsweise in geringerer Menge vorhandene Melatonin, was schlussendlich für weniger Schlaf sorgt.
 
Ein ernstes Problem besteht dann, wenn die altersbedingten Schlafveränderungen dazu führen, dass:

  • aufgrund des Schlafmangels häufiger Stürze und Unfälle registriert werden
  • aufgrund des fehlenden Schlafes Depressionen und andere Erkrankungen auftreten
  • sich die Durchschlafstörungen zu ernsthaften Schlafstörungen auswachsen, die dann wiederum das Wohlbefinden und die Gesundheit nachteilig beeinflussen

Doch auch im Alter lassen sich Schlafstörungen und die natürlichen Veränderungen im Schlafrhythmus mit wenigen Anpassungen verhindern.

 

Unterbetten bestellen

 

Was hilft gegen Schlafprobleme im Alter?

 
Auch wenn man weder die Uhren zurückdrehen kann und sollte, gibt es einiges, was man gegen die Schlafproblem im Alter tun kann.

Trotz aller Veränderungen hinsichtlich der Schlafdauer, der Schlaftiefe oder des Schlaf-Wach-Rhythmus oder des Hormonhaushaltes kann es sehr hilfreich sein, wenn man:

  • tagsüber sehr helles Licht einzuschalten und abends oder nachts eher dunkles Licht
  • sich feste Zubettgehzeiten und Wachzeiten zulegt, also in einem gewissen Rhythmus lebt, den der Körper nach und nach annimmt
  • sich tagsüber so viel wie möglich bewegt, am besten natürlich an der frischen Luft und immer angepasst an die persönlichen Befindlichkeiten und Möglichkeiten
  • das Nickerchen am Tage möglichst kurz ausfallen lässt
  • möglichst wenig Koffein und andere stimulierende Substanzen konsumiert
  • auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet
  • Melatoninpräparate einnimmt, um die geringere Produktion des Schlafhormons auszugleichen

Darüber hinaus können altbewährte Hausmittel natürlich eine gute Alternative sein. So wirkt ein warmes Fußbad vor dem Schlafen ausgesprochen entspannend und beruhigend. Ebenso wirken Kräutertees oder warme Milch mit Honig sehr positiv, sodass bereits das Einschlafen weitaus einfacher gelingt.

Schlussendlich ist es jedoch auch im Alter wichtig zu wissen, zu welchem Schlaftyp man zählt. Es wird also mit zunehmendem Alter einer Lerche ebenso wenig gelingen, die Nacht zum Tag machen zu können, wie eine typische Nachteule frühmorgens schon fit und munter aus dem Bett aufstehen kann.

 

Worauf sollte man im Alter noch achten?

 
Der gesunde und erholsame Schlaf hängt allerdings im Alter nicht nur von den veränderten Lebensweisen und Befindlichkeiten ab. Sehr viel wichtiger ist es in diesem Lebensabschnitt, die eigene Bettausstattung anzupassen.

Mitunter braucht man nämlich im fortgeschrittenen Alter eine andere Matratze als in jungen Jahren. Hier kommt es nicht nur auf den Härtegrad an, sondern mitunter auch auf die erhöhte Liegeposition oder die Fähigkeit der Matratze, sich an die Körperkontur besonders gut anpassen zu können.

Der gesamte Bewegungsapparat braucht ab einem gewissen Alter einfach mehr Unterstützung, was durch eine entsprechende Qualitätsmatratze besonders gut gelingen kann.
Manche Betroffene leiden auch zunehmend unter nächtlichen Schweißausbrüchen und dergleichen. Da kann die richtige Wahl der Bettwaren und Bettwäsche eine gute Möglichkeit sein, einen Ausgleich zu schaffen.

Kommen zudem Erkrankungen wie Inkontinenz hinzu, kann eine Pflegematratze oder ein wasserdichter Matratzenbezug ideal sein, damit die Bettausstattung auf die veränderten Bedürfnisse im Alter angepasst werden kann.

 

Fazit

 
Der Schlaf verändert sich im Alter. Nicht etwa von heute auf morgen, doch stetig und auf ganz natürliche Weise. Dadurch kommt es vermehrt zu längeren Leichtschlafphasen, kürzerer Schlafdauer, geringerer Melatoninproduktion und zu völlig anderen Bedürfnissen hinsichtlich der Bettausstattung oder des Tagesablaufes.

Doch in den meisten Fällen lassen sich diese Veränderungen des Schlafes gut ausgleichen, wenn man einiges beachtet und sich nicht dagegen wehrt, die Schlafumgebung etc. auf das eigene Alter und die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

 

Foto: © Ermolaev Alexandr #195135511 stock.adobe.com