Schlechte Träume wegen Corona – das hilft!

 

Die derzeitigen Corona-Zeiten sind für alle von uns eine enorme Belastungsprobe. Das betrifft jedoch nicht nur das tägliche Leben mit all seinen Einschränkungen und eventuellen Nachteilen. In der Hauptsache wird unsere Psyche enorm belastet, was nicht selten dazu führt, dass wir weniger gut schlafen und zudem von schlechten träumen geplagt werden. Doch schlechte Träume wegen Corona müssen nicht sein. Wir haben einige Tipps für Sie, was dagegen wirklich hilft.

 

Warum träumen wir eigentlich?

 

Träume gehören zu unserem Schlaf einfach dazu. Doch es gibt große Unterschiede. Während wir in der Einschlafphase das Traumgeschehen nicht besonders intensiv wahrnehmen, kann es in der REM-Phase durchaus turbulent zugehen. Schlechte Träume, die als Alptraum bezeichnet werden, treten in dieser Schlafphase auf und wirken dabei so real und intensiv, dass wir nicht selten aus dem Schlaf hochschrecken.

Doch warum geschieht das? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zunächst bewusst machen, was mit uns und unserem Körper passiert, während wir schlafen.

Wer hier denkt, dass man sich hinlegt, die Augen schließt und der gesamte Körper bis zum Aufwachen im Standby-Modus verharrt, der irrt sich.

Denn während des Schlafes:

  • in der Einschlafphase nimmt die Herzfrequenz ab, Blutdruck und Körpertemperatur sinken
  • in der Traumphase steigt der Blutdruck wieder und das Gehirn wird gut durchblutet
  • das Gehirn verarbeitet dann die Eindrücke des Tages
  • unwichtige Informationen werden gelöscht
  • wichtige Inhalte werden in den Gedächtnisspeicher gerückt
  • werden zudem Wachstumshormone ausgeschüttet
  • wird der Stoffwechsel reguliert
  • wird das Immunsystem gestärkt

Daraus resultiert am Ende und bei einem ausreichenden Schlaf jene Erholung, die unser Körper nötig hat, um wieder alle Funktionen fehlerfrei oder störungsfrei aktivieren zu können.

Allgemein spricht man davon, dass der Körper sich jede Nacht regeneriert, was unter anderem auch bedeutet, dass Zellen erneuert und repariert werden.

Hinweis: Ein guter Schlaf in ausreichender Länge wird demnach immer alle Bereiche beeinflussen und steht in engem Zusammenhang damit, was wir uns merken können, wie fit wir am nächsten Tag sind und wie stark unser Immunsystem ist.

 

Was hat Corona mit den schlechten Träumen zu tun?

 

In der Corona-Krise ist es normal, dass die Sinneseindrücke durchaus sehr intensiv und so völlig anders sind. Denn im Moment fühlen sich viele Menschen ängstlich und unsicher.

Auch das ist völlig normal, denn durch Covid-19 hat sich unser aller Leben verändert. Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren, häusliche Quarantäne und die Angst vor Infektionen bestimmen nun unseren Alltag.

Altbewährte Tagesstrukturen brechen weg und plötzlich ist nichts mehr so, wie wir es kennen oder gewohnt sind.

Ständig neue Meldungen in den Medien und sozialen Netzwerken wechseln sich ab mit dem tatsächlich am eigenen Leib Erlebten. Hinzu kommt der fehlende Austausch mit Familie und Freunden, sodass es für die menschliche Psyche durchaus eine Mammutaufgabe sein kann, das alles beim Schlafen zu verarbeiten.

Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage lautet also: Stress. Es ist vielleicht nicht der Stress, wie man ihn aus dem gewohnten Leben kennt, aber die Corona-Krise erzeugt für uns alle Stress.

Kommt dann vielleicht noch die Arbeit im Homeoffice dazu, während man nebenher die Kinder zu Hause betreuen muss, stoßen wir mental schnell an unsere Grenzen.

Das erzeugt neuerlichen Stress und am Ende ist unsere Psyche förmlich überlastet.

Durch diese enorme Überbelastung neigen viele Menschen in Corona-Zeiten dazu, schlecht zu schlafen und eben auch schlecht zu träumen.

Hinweis: Alpträume werden nicht nur durch Stress ausgelöst, sondern treten verstärkt bei jenen Menschen auf, die beispielsweise Antidepressiva einnehmen müssen, Drogen zu sich nehmen oder dauerhaft Blutdrucksenker nehmen müssen.

 

Was kann man gegen schlechte Träume tun?

 

Natürlich wird man sich nicht einfach gegen schlechte Träume wehren können. Denn die Verarbeitung aller Sinneseindrücke im Traum wird von unserem Unterbewusstsein gesteuert.

Eine bewusste Einflussnahme auf die Trauminhalte gelingt nur sehr wenigen Menschen. Dennoch gibt es einiges, was jeder dagegen tun kann, um am Ende wieder ausreichend gut schlafen zu können.

  1. Achten Sie auf eine gesunde Lebensführung: Das bedeutet unter anderem auch, dass Sie auf übermäßigen Alkoholkonsum oder Drogen verzichten sollten. Denn dadurch werden bestimmte Eindrücke deutlich stärker und erschreckender in den Träumen verarbeitet. Zudem sollte bereits am Tag an den Schlaf gedacht werden. Somit ist es sinnvoll, bereits den Alltag so zu gestalten, dass dieser möglichst entspannt und stressfrei stattfinden kann. Bewegung an der frischen Luft gehört da ebenfalls dazu.
  2. Setzen Sie sich mit den Inhalten auseinander: Sollte es dennoch zu schlechten Träumen kommen, kann es wirklich hilfreich sein, über die Inhalte zu reden oder sie aufzuschreiben. Dadurch kommt es nicht nachträglich zu einem Aufbau von Angst, die sich am Ende dadurch bemerkbar macht, dass man Angst davor hat, einzuschlafen.
  3. Verzichten Sie auf einen übermäßigen Informationszuwachs bezüglich der Corona-Krise: Mitunter sitzen derzeit viele Menschen vor dem TV-Gerät oder tummeln sich in den sozialen Netzwerken, um jede erdenkliche Information zur Corona-Pandemie in sich aufzusaugen. Das ist im Hinblick auf die Schlafqualität eher kontraproduktiv. Setzen Sie sich besser ein kleines Zeitfenster pro Tag, in dem Sie seriöse Nachrichten verfolgen und sich auf den neuesten Stand bringen.
  4. Gestalten Sie Ihren Tag so, dass er sich vornehmlich auf positive Ereignisse fokussiert: Schöne Erlebnisse sind auch in Corona-Zeiten möglich. Ob nun mit der Familie oder alleine: Es kommt darauf an, sich nicht freiwillig in eine depressive Laune zu begeben oder sich mit angsteinflößenden Informationen selbst zum Verzweifeln zu bringen. Schaffen Sie sich also schöne Momente, die vielleicht sogar mit einem Erfolg gekrönt werden.

Hinweis: Wer nach einem Alptraum erwacht und nicht gleich wieder einschlafen kann, sollte niemals zur Schlaftablette greifen. Das wird die Schlafqualität nicht fördern, sondern eher beeinträchtigen. Stattdessen sind in akuten Notfällen besinnliche Musik, ruhige Momente und Entspannung besonders wichtig, um auf andere Gedanken zu kommen.

 

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Fazit

 

Schlechte Träume wegen Corona müssen nicht sein, wenngleich man sie fast nie bewusst steuern kann. Wer jedoch darauf achtet, sich durch die aktuellen Besonderheiten nicht zu sehr in eine Spirale der Angst und mentalen Stress ziehen zu lassen, wird ebenso so gut schlafen können, wie vor der Corona-Krise.

Üben Sie sich besser in Achtsamkeit, um die schönen Dinge intensiver erleben zu können und sorgen Sie für eine auf Sie angepasste Bettausstattung, um wieder zu einem gesunden und erholsamen Schlaf zurückzufinden.

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