Coronakrise: Reisen mit dem Wohnmobil und ohne Hygienebedenken schlafen

 

Die Urlaubszeit steht bevor, doch die Verunsicherung durch die Corona-Pandemie weiterhin groß. Da stellt sich für viele die Frage, wo am besten die schönsten Tage im Jahr entspannt und bedenkenlos genießen? Derzeit steht bei den meisten ein Auslandsurlaub nicht auf dem Reiseplan. Doch selbst wenn man in Deutschland Urlaub macht, ist die Angst vor Ansteckung möglicherweise ein ganz neuer Reisebegleiter, den wohl kaum jemand vorher schon einmal mit einkalkulieren musste. Da verwundert es nicht, dass es einen Boom in der Campingbranche gibt. Teilweise werden bis 150 Prozent Umsatzsteigerungen bei Caravan-Vermietern angezeigt. Denn Reisen mit dem Wohnmobil lässt wohl viele ohne Hygienebedenken schlafen und den Urlaub weitaus entspannter genießen.

 

Wie kann man ohne Hygienebedenken in der Urlaubszeit zu Coronazeiten schlafen?

 

Es dürfte sich derzeit für fast alle etwas ungewöhnlich bis schwierig gestalten, die schönsten Tage im Tage unbeschwert und frei von Hygienebedenken zu verbringen. Natürlich gäbe es die Möglichkeit, gänzlich auf einen typischen Urlaub zu verzichten und die freien Tage in den eigenen vier Wänden zu verbringen.

Doch wer will das schon nach all den Wochen, die wir durch die Coronakrise ohnehin schon viel zu viel Zeit zu Hause verbracht haben?

Doch eine Hotelbuchung im Ausland ist zum Teil mit größeren Problemen behaftet, denn erstens weiß man nicht in jedem Fall, ob die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen wirklich effektiv umgesetzt werden. Zweitens könnte es sich mitunter problematisch gestalten, wenn man immer auf die hilfreichen Abstandsregelungen achten will. Überfüllte Strände dürften wohl kaum jemanden reizen.

Hinzu kommen selbst in deutschen Tourismuszielen, dass man teilweise einen Nachweis erbringen muss, dass man nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Österreich fordert das beispielsweise für Menschen, die aus dem Corona-Hotspot Gütersloh anreisen. Doch dieser Nachweis darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Schwierig, wenn man vorab ein Zimmer bucht und dann noch eine lange Anfahrt vor sich hat. Hier sind Stresssituationen vorprogrammiert, die sich schlussendlich nicht nur auf die Urlaubslaune auswirken werden, sondern auch auf die Schlafqualität.
 

Wirklich gänzlich befreit und ohne Hygienebedenken wird die Urlaubszeit zu Coronazeiten demnach nur bei nachfolgenden Alternativen möglich sein:

  • Urlaub zu Hause á la Balkonien und im Garten
  • Urlaub zu Hause mit geplanten Tagestouren
  • Urlaub auf dem Campingplatz mit Zelt oder Wohnmobil

Hinweis: Im Übrigen steht das Thema „Zurück zur Natur“ derzeit gerade bei jungen Menschen besonders hoch im Kurs. Die Flucht aus der Großstadt wird hier mit Individual-Tourismus gekoppelt und erlebt ein wahres Comeback.

 

Welche Vorteile bietet das Reisen mit dem Wohnmobil in der Coronakrise?

 

Um Sicherheits- und Hygienebedenken im Urlaub praktisch über Bord werfen zu können, besinnen sich derzeit viele Menschen im Land auf den Campingurlaub.

Im eigenen oder gemieteten Wohnmobil lassen sich die Risiken zur Ansteckung mit COVID-19 deutlich minimieren, denn im Grunde reist man im kleinen Kreis und kann sich somit sehr viel leichter von größeren Menschenmassen fernhalten.

Doch es gibt noch weitere Vorteile, die man beim Reisen mit dem Wohnmobil oder auch einem Van erleben darf:

  1. Das Gefühl der Freiheit ist ungleich höher: Im Gegensatz zur Hotelbuchung ist man weder an feste Essenszeiten noch an einen Ort gebunden. Denn wo es gefällt, da lässt man sich nieder. Natürlich immer da, wo Campen auch erlaubt ist. Jedoch wird es in diesem Jahr nötig sein, vorab den Campingplatz zu reservieren, denn die Idee mit dem freien Reisen im Urlaub haben tatsächlich sehr viele.
  2. Naturnähe ist vorprogrammiert: Die langen Wochen des Lockdowns und der Ausgangsbeschränkungen haben bei vielen Menschen den Wunsch geweckt, sich weitaus öfter in der freien Natur zu bewegen. Abseits von überhitzten Städten lockt die Fahrt mit dem Reisemobil an ruhige Seen und anderswo. Schon beim Frühstück mitten in der Natur zu sitzen, befreit Körper und Seele. Zudem wird sich beim Campingurlaub die gewollte Entschleunigung sehr viel einfacher gestalten lassen.
  3. Familienfreundlich und individuell: Gerade Familien mit kleinen Kindern und Haustieren stehen in Hotels und Pensionen vor einigen Problemen. Da ist eine Urlaubsreise im Wohnmobil natürlich perfekt, denn hier ist für alle Familienmitglieder ein Optimum an Erholung, Entspannung, Spaß und Abenteuer geboten.
  4. Preislich meist sehr viel günstiger: Natürlich ist die Anschaffung eines eigenen Wohnmobils oder Caravans nicht besonders preisgünstig. Dafür hat man jedoch gleich für viele Jahre immer einen festen Urlaubsplatz, wenn man so will, für den dann kaum noch hohe Kosten anfallen. Für den kleinen Geldbeutel würde ein Familienzelt eine sehr gute Alternative darstellen, das ebensolche Vorteile wie das Wohnmobil bietet.
  5. Weniger ist mehr: Der Trend geht allgemein immer mehr hin zum Minimalismus. Warum sich also gerade im Urlaub einfach mal wieder auf das Wesentliche ausrichten? Das wird deutlich den Blick schärfen und nicht nur für entspannte Urlaubstage sorgen.
  6. Abenteuer ja, böse Überraschungen nein: So könnte man die Reise mit dem Wohnmobil wohl auf den Punkt bringen. Denn unsaubere Hotelzimmer und geschmacklich schlechtes Essen müssen nicht zum Urlaubserlebnis werden, da man beim Camping in der Regel selbst dafür sorgt, dass alles passt. Dafür aber werden bei dem einen oder anderen sicher Erinnerungen an die eigene Kindheit wach, wo die Urlaubsreise kein Stressfaktor war, sondern das größte Abenteuer.

Tipp: Übrigens schlafen Camper ungleich besser, denn der nahezu ständige Aufenthalt an der frischen Luft sorgt am Abend für ein schnelles Einschlafen und eine sehr hohe Schlafqualität.

 

Was muss man beim Camping in Corona-Zeiten beachten?

 

Die alten Camper-Hasen werden es wissen: Beim Campen oder der Reise mit dem Wohnmobil gilt es einiges zu beachten. Doch gerade in Corona-Zeiten gibt es hier auch für erfahrene Camper noch einige Punkte, die man nicht unbeachtet lassen sollte.

So sollte man:

  • sich vorab informieren und online einen Platz reservieren
  • sich vorab über Versorgungseinrichtungen auf dem Campingplatz informieren, da derzeit noch nicht alle Sanitärbereiche und Gastronomiebereiche auf den Plätzen geöffnet haben
  • auch auf Campingplätzen gehören seit diesem Jahr Abstandsregelungen sowie das Tragen einer geeigneten Mund-Nase-Bedeckung dazu
  • geltende Bestimmungen sowie Hygiene- und Kontaktbestimmungen ist unbedingt Folge zu leisten

Mit der entsprechenden Rücksichtnahme lassen sich dich Vorgaben durchaus gut umsetzen und zudem eine Ausbreitung von COVID-19 auch im Urlaub verhindern.

 

Fazit

 

Das Reisen im Wohnmobil wird weitaus weniger Hygienebedenken hervorrufen, als eine Buchung in einem großen Hotel oder einem Inklusive-Angebot an beliebten Reisezielen. Zudem wird es ein besonders großer Vorteil für Camper sein, dass der Schlaf sich sehr deutlich verbessert, da in der Regel der Urlaubstag fast ausschließlich im Freien verbracht wird.

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