5 Pflanzen, die beim Durchschlafen helfen

 

Zimmerpflanzen gehören zu einer gemütlichen Wohnatmosphäre dazu, denn sie bieten nicht nur dekorative Vorteile. Doch gerade im Schlafzimmer gibt es immer wieder Streitpunkte, denn Pflanzen sollen ja den Sauerstoffverbrauch in diesem Raum besonders ankurbeln. Doch stimmt das tatsächlich oder gibt es wirklich 5 Pflanzen, die beim Durchschlafen helfen können? Wir haben uns mit diesem Thema etwas genauer befasst und erklären alles rund um die Vor- und Nachteile.

 

Welche Pflanzen helfen beim Durchschlafen?

 

Ein gesunder Schlaf ist nur dann auch wirklich erholsam, wenn es mit dem Durchschlafen klappt. Sofern der Schlaf-Wach-Rhythmus also auch in der Nacht ungestört ist, kann der menschliche Organismus nämlich alles in Bewegung setzen, um die Energietanks wieder aufzufüllen und zudem vollumfänglich seine regenerativen Prozesse durchlaufen zu lassen.

Pflanzen im Schlafzimmer können da einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, denn sie sind weit mehr, als ein natürliches Wohnaccessoire, welches nur das Raumklima verbessert und hübsch aussieht. Doch längst nicht jede Zimmerpflanze eignet sich dazu, dass Schlafzimmer zu begrünen.

Denn nicht alle Grünpflanzen lassen sich mit dem benötigten Sauerstoffgehalt in diesem Raum oder gar mit der CO2-Konzentration unter einen Hut bringen.

Allerdings liegt es nicht selten an der schlechten Luft im Schlafzimmer, dass Durchschlafprobleme auftauchen. Von daher können die folgenden Pflanzen einen wirklich wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Schlafqualität leisten:

  1. Aloe Vera: Neben ihren bekannten Eigenschaften als Heilpflanze ist sie eine perfekte Bereicherung im Schlafzimmer, denn sie gibt auch nachts Sauerstoff in ihre Umgebung ab. Außerdem braucht sie verhältnismäßig wenig Wasser, was natürlich in puncto Luftfeuchtigkeit wichtig werden kann.
  2. Bogenhanf: Er wird oft auch Stiefmutterzunge genannt. Diese Pflanze gibt nachts nicht nur genügend Sauerstoff in den Raum ab, sondern ist auch in der Lage, die in der Luft enthaltenen Giftpartikel aus der Atemluft zu reinigen. Ihr geringer Wasserbedarf ist zudem ein weiterer Vorteil, denn der Feuchtigkeitsgehalt im Schlafzimmer bleibt so auf einem gesunden Level.
  3. Efeu: Im Schlafzimmer ist diese Pflanze ein besonders verlässlicher Sauerstoffproduzent, der zudem den Vorteil besitzt, auch mit wenig Licht auszukommen.
  4. Einblatt: Diese recht pflegeleichte Pflanze ist ideal im Schlafzimmer, weil sie in der Lage ist, giftige Gase aus der Atemluft zu filtern und die Verbreitung von Keimen in der Atemluft zu verhindern. Darüber hinaus erhöht sie die Luftfeuchtigkeit, was vor allem bei Allergikern vorteilhaft sein kann, denn die Schleimhäute trocknen bei solchen Luftverhältnissen nicht so leicht aus.
  5. Grünlilie: Auf den ersten Blick ein wenig unscheinbar, ist diese pflegeleichte Zimmerpflanze im Schlafzimmer ideal. Denn sie reichert gerade dort die Luft mit Sauerstoff an und ist zudem in der Lage, schädliche Bestandteile wie Formaldehyd bis zu 90 Prozent aus der Raumluft zu filtern.

Wer also diese Pflanzen ins Schlafzimmer stellt, kann durch die verbesserte Atemluft durchaus sehr viel besser ein- und durchschlafen.

Hinweis: Jasmin oder Efeutute sind ebenfalls ideale Zimmerpflanzen im Schlafraum. Allerdings sollten hier die Giftigkeit der Efeutute-Blätter sowie der eher starke Duft der Jasmin-Pflanze mit in die Überlegung einbezogen werden. Für Katzen kann Efeu oder die Efeutute eher die falsche Besetzung sein. So wie der Jasminduft unter Umständen nicht jedermanns Geschmack ist.

 

Welche Vorteile haben Pflanzen im Schlafzimmer?

 

Die Vorteile liegen recht schnell auf der Hand. Denn Pflanzen im Schlafzimmer sind:

  • dekorativ
  • luftreinigend
  • natürliche Filter für Gifte und Schadstoffe in der Raumluft

Zudem hat es sich schon mehr als einmal erwiesen, dass Menschen, die sich in ihrem Schlafzimmer besonders wohl fühlen, auch besser schlafen können. Denn wenn dieses Zimmer gemütlich und wohnlich gestaltet ist, gelingt das abendliche Abschalten sehr viel einfacher.

Tipp: Ein Topf mit Zitronenmelisse oder Lavendel auf dem Fensterbrett verströmt nicht nur einen sehr angenehmen Duft, sondern kann zudem die lästigen Mücken fern halten.

Gibt es Nachteile, wenn Pflanzen im Schlafzimmer stehen?

 

Abgesehen davon, dass vor allem Katzenbesitzer genau schauen sollten, welche Pflanze sie sich generell in die Wohnung, also auch ins Schlafzimmer stellen, gibt es dennoch Nachteile. Denn alle Pflanzen geben tagsüber Sauerstoff in die Raumluft ab und sorgen so für ausreichend frische und saubere Luft. Das geschieht aufgrund der Photosynthese, die aber bei den meisten Pflanzen nachts eingestellt wird. Denn fast alle Zimmerpflanzen brauchen dazu das Tageslicht.

Nachts aber verbrauchen die meisten Pflanzen tatsächlich ebenso Sauerstoff, wie wir Menschen. Natürlich nicht im gleichen Ausmaß, doch sofern es nicht eine der vorgenannten Pflanzen ist, nehmen die Zimmerpflanzen bei Dunkelheit Sauerstoff auf, anstatt ihn abzugeben.

Ein weiterer Nachteil ist es, dass sich in der Erde der Pflanzen Pilzsporen und Bakterien befinden können. Doch diese Mikroorganismen sind nur bedingt gesundheitsgefährdend. Denn auch sie müssten in einer sehr viel höheren Konzentration vorkommen, um tatsächlich nachteilig auf die menschliche Gesundheit wirken zu können.

Allerdings ist es sehr wichtig, hier auf die entsprechende Pflege und Hygiene zu achten. Beginnt die Erde im Blumentopf zum Beispiel zu schimmeln, dann sollte diese Pflanze schleunigst aus dem Schlafzimmer und jedem anderen Wohnraum verbannt werden. Denn in diesem Fall kann die Sporenbelastung tatsächlich zu groß werden.

Hinweis: Selbst einzelne Zimmerpflanzen, die nachts keinen Sauerstoff abgeben, sind im Schlafzimmer kein Problem. Denn erst, wenn das Schlafzimmer einem gut begrünten Wintergarten oder gar Dschungel gleicht, wird der eigenen Atemluft so viel Sauerstoff entzogen, dass es für uns Menschen nachteilig werden könnte.

 

Fazit

Pflanzen im Schlafzimmer sind also nicht von vornherein schädlich, sondern können durchaus hilfreiche Begleiter sein, wenn es um die persönliche Wohlfühlatmosphäre geht. Eine verbesserte Schlafumgebung und demzufolge Schlafqualität erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit, dass das Durchschlafen leichter und besser gelingen kann. Denn viele Pflanzen sorgen nicht nur für eine saubere Luft, sondern geben auch nachts Sauerstoff ab.

Darüber hinaus ist es vor allem die Filtereigenschaft von Grünpflanzen, die besonders bemerkenswert sind. Denn wie sonst lassen sich Giftstoffe einfach aus der Luft filtern?

Es gibt sowohl Vorteile, als auch Nachteile. Doch im Endeffekt sind die Nachteile verschwindend gering, wenn man einiges beachtet, bevor man das Schlafzimmer mit Pflanzen aufhübscht. Wichtig ist in jedem Fall, dass man es nicht übertreiben sollte mit den Zimmerpflanzen.

Auch bei Haustieren sind manche Pflanzen nicht ideal, dafür aber gibt es durchaus andere Möglichkeiten. So könnte der Efeu, dessen Blätter giftig sind, in einer Blumenampel Platz finden, wo die Katze nicht rankommt.

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