7 gute Gründe nackt zu schlafen

 

Ein gesunder Schlaf sollte natürlich im Fokus stehen, wenn man sich abends zur Nachtruhe begibt. Dabei unterscheiden sich sowohl die Schlafpositionen als auch die Schlafgewohnheiten sehr stark, wenngleich alle das Ziel haben, am Morgen danach wieder frisch und ausgeruht aufzustehen. Dabei bevorzugen es jedoch gerade einmal 10 Prozent der Deutschen, wie Gott sie schuf zu schlafen. Doch nackt schlafen ist sehr viel gesünder, als man denken könnte, denn es gibt 7 gute Gründe dafür.

 

Die 7 Gründe und ihre Vorzüge

 

Nicht nur in heißen Nächten ist es gesünder, nackt zu schlafen, wenngleich es in kalten Winternächten vielleicht nicht ganz so verlockend erscheint. Der Schlafforscher und Buchautor Dr. Hans Günter Weeß bricht mit seinen 7 guten Gründen für das Nacktschlafen durchaus mit altbewährten Ansichten und wohl nicht jeder kann sich vollumfänglich damit identifizieren.

 

Doch man sollte sich diese Gründe durchaus einmal durch den Kopf gehen lassen, denn sie sind nicht einfach so von der Hand zu weisen.

 

  1. Nacktschlafen kann vorteilhaft für die Haut sein und somit gesünder und hygienischer: Da man ohne Schlafanzug weitaus weniger schwitzt beim Schlafen, können sich vor allem im Intimbereich Pilze und Bakterien sehr viel schlechter ansiedeln. Ebenso können sich im Pyjama keine Feuchtigkeitsreste ansammeln und eine gesundheitliche Gefahr darstellen, weil man eben ohne Schlafanzug schläft. Zudem wird durch die etwas kühlere Umgebungstemperatur die Zellerneuerung gefördert und die Haut kann sich somit besser regenerieren.
  2. Nacktschlafen sorgt für ein besseres Körpergefühl und unterstützt somit das Selbstbewusstsein: wer also nackt schläft, kann zum einen die Bettwäsche sehr viel intensiver spüren und sich wohlfühlen. Auf der anderen Seite fühlt sich jeder Nacktschläfer sexy, was nicht zuletzt das Selbstbewusstsein und das Körpergefühl stärkt.
  3. Nacktschlafen sorgt nachweislich für eine höhere sexuelle Aktivität: Vor allem wenn Partner nackt schlafen, erhöht sich natürlich das Bedürfnis, den anderen berühren zu wollen und die Sexualität gemeinsam auszuleben.
  4. Nacktschlafen sorgt für entspannte Stunden und setzt das Stresslevel herab: Auch hier ist es vor allem bei Paaren sehr effektiv, denn durch die unverhüllten Berührungen wird laut Dr. Weeß das Bindungshormon Oxytozin ausgeschüttet, was das Stresshormon Cortison stark in seine Schranken weist. Demzufolge kommt es bei Nacktschläfern zu einer intensiveren Entspannung, was wiederum den Blutdruck senkt, Depressionen minimiert und das Immunsystem stärkt. Wer gern nackt schläft, aber keinen Partner hat, wird dennoch den Effekt zu spüren bekommen, dass das Stresshormon schneller abgebaut wird. Denn wer sich wohlfühlt, kann diesen Vorteil des Nacktschlafens für sich ausnutzen.
  5. Nacktschlafen fördert nachweislich die Produktion der Spermien: Denn da kein Schlafanzug für zusätzliche Wärme sorgt, ist für diesen Prozess eine optimale Voraussetzung geschaffen. Zumal eine Unterhose oder eine Pyjamahose durchaus einengen können, was die Spermienproduktion ebenso hemmen kann, wie zu warme Temperaturen.
  6. Nacktschlafen erhöht den Kalorienverbrauch und regt somit den Stoffwechsel an: Durch den fehlenden Schlafanzug ist die allgemeine Umgebungstemperatur meist niedriger, wodurch der menschliche Körper weitaus mehr Kalorien verbrennen muss, um die nächtlichen Regenerationsprozesse am Laufen zu halten. Voraussetzung ist hierbei jedoch, dass der nackte Körper mit einer Bettdecke abgedeckt ist und die Temperatur im Bett nicht unter 21 Grad Celsius absinkt.
  7. Nacktschlafen verhindert übermäßigen Körpergeruch: Da sich die durch die eigene Körpertemperatur und das nächtliche Schwitzen entstehende Feuchtigkeit unter der Bettdecke nicht im Schlafanzug sammeln und absetzen kann, verbleibt diese natürlich auch nicht so lange auf der Haut. Gerade in Hautfalten und im Intimbereich kann sich als bei Nacktschläfern weitaus weniger Körpergeruch entwickeln.

 

In der Regel ist es Nacktschläfern vorbehalten, entspannt ein- und durchzuschlafen, da sie sich freier und wohler fühlen. Weder ein Nachthemd noch ein Pyjama können bei den nächtlichen Drehbewegungen und Positionswechseln behindern, was weitaus weniger der kurzen Aufwachphasen nach sich zieht.

 

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Welche Nachteile kann das Nacktschlafen mit sich bringen?

 

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er lieber nackt oder mit Schlafanzug schläft. Zudem gibt es bei allen Vorteilen natürlich auch einige Nachteile, die man ebenso bedenken sollte, bevor man unter Umständen seine Schlafgewohnheiten verändert.

 

Zunächst wäre als Nachteil zu nennen, dass jeder von uns gerade in der REM-Phase keine Kälte spüren kann. Zumindest nicht so schnell und so eindeutig wie in den anderen Schlafphasen.

 

Deswegen ist es möglicherweise nachteilig, nackt zu schlafen, denn es kann hier schnell zu Unterkühlungen kommen. Ähnlich ist das auch in sehr heißen Sommernächten, bei denen Schlafmediziner immer wieder dazu raten, sich wenigstens mit einem dünnen Betttuch oder Laken zuzudecken.

 

Darüber hinaus schwitzt man natürlich auch als Nacktschläfer. Ebenso wie die bei den Schlafbewegungen lösenden Hautpartikel landen die Schweißrückstände in dem Fall jedoch im Laken, in der Matratze und direkt in der Bettwäsche und unter Umständen in den Bettwaren.

 

Hinweis: Das hat zur Folge, dass der regelmäßige Wechsel der Bettwäsche häufiger stattfinden sollte!

 

Worauf sollte man als passionierter Nacktschläfer achten?

 

Dort, wo es Vorteile gibt, sind Nachteile oft nicht weit. Deswegen ist es ratsam, als Nacktschläfer explizit auf einige Punkte zu achten, damit aus dem vermeintlich besseren und gesünderen Schlaf kein ungesundes Vergnügen werden kann.

 

Achten Sie also darauf:

 

  • sich nicht zu unterkühlen, was zumindest im Sommer eine dünne Decke oder ein Laken bedeutet, dass Sie sich über den nackten Körper legen sollten
  • dass die Zimmertemperatur möglicherweise ein wenig höher sein sollte, als die stets angeratenen 18 bis 20 Grad
  • dass Sie die richtige Bettwäsche wählen, denn diese sollte gerade für Nacktschläfer immer besonders atmungsaktiv sein
  • dass die Bettwäsche durchaus aller drei bis vier Tage gewechselt werden muss, denn Hautpartikel und Schweißrückstände verfangen sich darin bei Nacktschläfern weitaus mehr

 

Ansonsten gilt für Nacktschläfer das Gleiche wie für Pyjama-Liebhaber: die passende Matratze inklusive des optimalen Matratzenschutzes sowie eine gut angepasste Schlafumgebung und eine gesunde Lebensführung sind die Garantie, um zu einem guten und erholsamen Schlaf zu finden. Denn nur die Nachtstunden mit einer sehr guten Schlafqualität schützen uns am Ende vor Krankheiten, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen.

 

Fazit

 

Nackt zu schlafen mag vielleicht nicht unbedingt gesünder, aber oft genug sehr viel befreiender und wohltuender sein. Es gibt wirklich 7 gute Gründe, nackt zu schlafen, wenngleich man im Pyjama ebenso gut schlafen kann, wenn die Bettausstattung und die Schlafqualität stimmen.

 

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