Schlafstörungen: eine Gefahr für die Gesundheit!

 

Immer mehr Menschen schlafen schlecht und leiden an regelrechten Schlafstörungen. Doch leider wird es häufig immer noch unterschätzt, denn von diesen Schlafstörungen geht eine massive Gefahr für die Gesundheit aus.

Wir erklären Ihnen, warum es überhaupt zu einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kommen kann und was man gegen die Schlaflosigkeit tun kann. Denn ausreichend Schlaf ist nicht nur Entspannung pur, sondern überlebenswichtig!

 

Was bedeutet der Begriff Schlafstörungen?

Nicht jedes Mal, wenn man vielleicht ein wenig zu unruhig schläft oder sich am nächsten Morgen eher müde und schlaff fühlt, ist eine Schlafstörung die Ursache dafür. Zudem ist eine schlaflose Nacht auch nicht immer gleich mit einer ausgewachsenen Schlafstörung gleichzusetzen.

Eine Schlafstörung entwickelt sich aus zunehmender Schlaflosigkeit. Das bedeutet, dass man nur dann von einer echten Schlafstörung spricht, wenn die schlaflosen Nächte überhand nehmen und über einen längeren Zeitraum auftreten.

Oftmals sind es nämlich individuelle Lebensumstände, die zu einer vorübergehenden Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führen, weit entfernt also von einer chronischen Schlafstörung unter der die Betroffenen zum Teil jahrelang zu leiden haben.

 

Anhand der Dauer kann man Schlafstörungen unterteilen in:

  • vorübergehende Schlafstörungen, die nur einige Tage anhält und oft mit einer angespannten Situation zusammenhängt
  • kurzzeitige Schlafstörungen, dauern in der Regel eine bis zu wenigen Wochen und werden häufig krankheitsbedingt ausgelöst
  • chronische Schlafstörungen, dauern nicht nur einige Wochen, sondern meist Monate bis zu einigen Jahren und werden oft durch unentdeckte Erkrankungen oder auch durch langwierige Krankheitsbilder ausgelöst

 

Warum leidet man unter Schlaflosigkeit?

Die Ursachen für eine Schlaflosigkeit, die einer späteren Schlafstörung zugrunde liegt, können sehr verschieden sein. Häufig sind es Dinge, welche die Schlafumgebung betreffen oder auch die Schlafhygiene.

Doch auch andere Gründe können dafür verantwortlich sein, dass man nachts nicht so gut schläft, wie es notwendig wäre:

  • ungeeignete Bettausstattung
  • zu hohe Raumtemperatur
  • zu hoher Geräuschpegel
  • zu starker Lichteinfall
  • schnarchender Partner, unruhige Kinder oder auch Haustiere
  • wetterbedingte Belastungen
  • zu üppiges Abendessen
  • übermäßiger Alkoholkonsum und Nikotingebrauch
  • zu viel koffeinhaltige Getränke kurz vor dem Schlafen
  • Medikamente und deren Nebenwirkungen
  • stressbedingte Unruhezustände
  • innere Unruhe und psychische Belastungen
  • depressive Erkrankungen und Angstzustände
  • andere Erkrankungen, deren Symptome die Nachtruhe stören

Doch auch die falschen Schlafgewohnheiten können maßgeblich an den Gründen für eine Schlaflosigkeit beteiligt sein. Wer beispielsweise ein zu spätes und ausgedehntes Mittagsschläfchen hält, wird nachts nur schwer zur Ruhe finden.

Ebenso verhält es sich, wenn man zu früh ins Bett geht und womöglich noch nicht die ausreichende Bettschwere erreicht hat. Darüber hinaus sind es Einflüsse wie ein ungeregelter Schlaf-Wach-Rhythmus, bedingt durch die Schichtarbeit zum Beispiel, die den Schlaf rauben können.

 

Wie wirkt sich eine Schlafstörung auf den Körper aus?

Die Folgen einer ausgeprägten Schlafstörung sind für den gesamten Organismus schnell spürbar. Nach der unruhigen Nacht gehören Tagesmüdigkeit und ein vermindertes Leistungsvermögen zu den offensichtlichsten Auswirkungen. Wer nun meint, das gibt sich nach der nächsten erholsamen Nacht, liegt nur bedingt richtig. Denn das kann sich nur dann von allein regulieren, wenn es sich noch nicht um eine richtige Schlafstörung handelt.

Dauert die Schlaflosigkeit über Wochen, Monate und auch Jahre an, dann wirkt sich das durchaus auch auf die Gesundheit und das komplexe Wohlbefinden aus. Denn ganz schnell wird aus der zunächst einmaligen Tagesmüdigkeit und Abgespanntheit Frustration.

Daraus aber ergibt sich wieder eine schlechte Stimmung, die bis hin zur Depression gehen kann, wenn die schlaflosen Nächte kein Ende nehmen wollen. Aus den Leistungsverlusten und zunehmenden Konzentrationsschwächen entsteht eine starke körperliche und geistige Anspannung, die erneut zu einer Schlaflosigkeit führen.

Wie ein Teufelskreis beginnt das Problem immer wieder von vorn, sofern man sich hier nicht Hilfe sucht und die Ursachen für die Schlafstörung erkennt und bekämpft. Es ist nämlich nicht ungewöhnlich, dass Menschen mit einer andauernden Schlafstörung sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückziehen, ihre sozialen Kontakte vernachlässigen und das vegetative Nervensystem zunehmend labiler wird.

Neben den eher psychischen Auswirkungen bringt eine Schlafstörungen aber auch körperliche Beeinträchtigungen mit sich. Denn das Herz-Kreislauf-System wird ebenso geschwächt. Darüber hinaus ergeben sich im Laufe der Zeit Folgeerkrankungen, die natürlich wieder für andere Probleme sorgen und nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten.

Denn Schlafstörungen verursachen auch:

  • Übergewicht
  • gesteigertes Diabetesrisiko
  • reduzierte Libido
  • erhöhtes Schlaganfall-Risiko
  • schmerzende Muskeln und Muskelticks
  • Bluthochdruck
  • Schwächung des Immunsystems

Tipp: Hält eine Schlaflosigkeit über mehrere Tage und vielleicht Wochen an, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um mögliche Erkrankungen ausschließen zu können!

 

Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

In erster Linie sollte jeder einmal seine Schlafumgebung, seine Schlafgewohnheiten und natürlich auch die Schlafhygiene ganz genau unter die Lupe nehmen.

Resultieren die Schlafstörungen daraus, dass die Matratze vielleicht alt und unbequem ist, oder zu viel Licht und zu laute Geräusche im Schlafzimmer sind, oder das Abendessen immer erst recht spät und viel zu üppig ausfällt, lässt sich relativ schnell und einfach Abhilfe schaffen.

Liegt es an äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel einer anstrengenden Schichtarbeit, gestaltet sich das Ganze schon etwas schwieriger. Ebenso verhält es sich, wenn eine Erkrankung dafür sorgt, dass die Nachtruhe zur quälenden Unendlichkeit wird. Hier kann aber ein ausführliches Gespräch mit einem kompetenten Arzt und Spezialisten möglicherweise Abhilfe schaffen.

 

Fazit

Von Schlafstörungen sind zunehmend mehr Menschen betroffen. Doch noch immer wird diese Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus stark unterschätzt. Denn es geht hier nicht immer nur darum, dass man nachts zu wenig Schlaf bekommt, der Körper sich nicht optimal entspannen und regenerieren kann und man am Tage müder als sonst ist. Vielmehr geht es darum, dass sich aus einer dauerhaften Schlafstörung massive gesundheitliche Probleme ergeben können.

Folgeerkrankungen sind keine Seltenheit. Das Schlimme daran ist aber dieser zunächst unabänderliche Teufelskreis. Man schläft schlecht und wird krank, danach schläft man schlecht, weil man krank ist.

Die eigenen Schlafgewohnheiten, eine optimale Schlafumgebung inklusive einer optimalen Bettausstattung sowie die individuelle Schlafhygiene spielen eine nicht ganz unwesentliche Rolle, will man Schlafstörungen vermeiden oder beenden. Gelingt das nicht oder sind diese Bedingungen bereits optimiert, kann nur ein Arzt oder Schlafmediziner noch helfen, aus diesem Teufelskreis auszubrechen.

 

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