Globuli, die bei Schlafstörungen helfen können

 

Wohl kaum jemand stellt in Frage, dass ein erholsamer Schlaf existenziell für das Allgemeinbefinden und die Gesundheit ist. Stellen sich jedoch stetig Schlafstörungen ein, die über ein normales hin und wieder hinausgehen, kann das schwerwiegende Folgen haben, da der gesamte Organismus die Schlafenszeit braucht, um sich vollständig regenerieren zu können. Der Griff zur Schlaftablette bei Schlafstörungen ist dennoch keine Lösung.  Alternativen wie Globuli sind die effektiveren Hilfsmittel, um besser schlafen zu können, da sie weitestgehend ohne Nebenwirkungen aktiv werden.

 

Was sind Globuli überhaupt?

 

Bei Globuli handelt es sich um kleine Streukügelchen, die vor allem in der Naturheilkunde beziehungsweise Homöopathie verwendet werden, um alternative Behandlungsmethoden von sehr vielfältigen Erkrankungen durchzuführen.

 

In der Basis bestehen diese Globuli zu 90 Prozent aus Zucker. Doch erst die extrahierten Wirkstoffe von Heilpflanzen, die der Zuckermischung sehr verdünnt beigemengt werden, bringen diese Streukügelchen als alternative Hilfsmittel ins Spiel.

 

Welche Ursachen haben Schlafstörungen?

 

Grundsätzlich muss man Schlafstörungen danach unterscheiden, ob sie nur gelegentlich auftreten und durch äußere Lebensumstände oder temporäre Situationen ausgelöst werden, oder ob sie eher dauerhaft sind und damit einen chronischen Verlauf nehmen.

 

Wer beispielsweise gerade sehr viel Stress im Job oder in der Schulausbildung hat, wird vermutlich hin und wieder schlechter schlafen als sonst. Auch zu warme Nächte wie im Sommer oder eine starke Erkältung können Schlafstörungen verursachen. Doch in diesen Fällen haben sie einen vorübergehenden Charakter.

 

Die Ursachen für einen gestörten Schlaf können durch äußere und innere Einflüsse entstehen. Verlaufen Schlafstörungen chronisch, liegt es in der Regel an einer Erkrankung oder als Nebenwirkung von dauerhaft eingenommenen Medikamenten, wie es beispielsweise bei manchen Blutdruckmedikamenten der Fall ist.

 

Zu den ursächlichen Erkrankungen für Schlafstörungen zählen unter anderem:

 

  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Blutarmut
  • Durchblutungsstörungen, vor allem im Gehirn
  • Vergiftungen
  • Depressionen und andere psychische Krankheitsbilder

 

Tipp: Sollte eine Erkrankung die auslösende Ursache für eine chronische Schlafstörung sein, braucht es immer zunächst die Behandlung dieser Krankheit, bevor die Störung des Schlafes gezielt in Angriff genommen werden kann. Oder aber es findet eine begleitende Therapie statt, die auf homöopathischer Basis bereits die Schlafstörungen angeht.

 

Neben den krankheitsbedingten Auslösern für eine Schlafstörung gelten aber auch Stresssituationen und Alltagsprobleme, falsche Lebensgewohnheiten, negative Schlafhygiene und kontraproduktive Schlafumgebungen als Ursachen für einen gestörten Schlaf. In diesem Fall können natürlich selbst die sehr effektiv wirkenden Globuli gegen Schlafstörungen nicht viel ausrichten.

 

 

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Welche Globuli eignen sich für die einzelnen Schlafstörungen?

 

Soll eine Schlafstörung mithilfe von Globuli beseitigt werden, kommt es ein wenig auf den Auslöser dieser Störung sowie deren Intensität an. Dementsprechend muss unter Umständen mit einem anderen Wirkstoff in den Globuli begonnen werden.

 

  1. Globuli mit dem Wirkstoff Aconitum: Wird meist bei Schlafstörungen verordnet, die aufgrund eines akuten und traumatischen Erlebnisses entstanden sind. Betroffene leiden dabei meist unter einer großen Unruhe und Angstzuständen, wachen mit starken Herzklopfen auf, sind sehr erregt und haben oft Alpträume.
  2. Globuli mit dem Wirkstoff Argentum nitricum: Diese Globuli werden eingesetzt, wenn der Betroffene sehr stark angespannt ist, weil ein wichtiger Termin, wie beispielsweise Prüfungen, ansteht. Die Versagensängste steigern sich bei Betroffenen oft vom Unwohlsein, Durchfall, bis hin zu Schlaflosigkeit.
  3. Globuli mit dem Wirkstoff Arnica: Häufig sind es schwere körperliche Belastungen, die den Betroffenen daran hindern, zu einem erholsamen und gesunden Schlaf zu finden. Nicht selten sind hier dann auch muskelkaterartige Gelenkschmerzen im Spiel, die trotz aller Müdigkeit und Erschöpfung dabei stören, ein- und durchzuschlafen.
  4. Globuli mit dem Wirkstoff Bryonia: Diese Streukügelchen helfen insbesondere jenen Menschen, die schwer abschalten können und im Bett immer noch Probleme wälzen. Sie können meist die störenden Gedanken nicht beruhigen und sind ständig am Grübeln und Denken, können nicht vollständig entspannen.
  5. Globuli mit dem Wirkstoff Chamomilla: Wird in der Regel dann verordnet, wenn es Schmerzen rund um die Zähne sind, die beim Ein- und Durchschlafen stören. Für zahnende Kinder eine sehr ideale Möglichkeit, die Schmerzen ein wenig zu lindern.
  6. Globuli mit dem Wirkstoff Cocculus: Helfen vor allem jenen Menschen, die aufgrund zurückliegendem Schlafmangel nun an Schlafstörungen leiden. Diese enorme Erschöpfung bringt meist eine starke Überempfindlichkeit gegen Geräusche, Lichteinflüsse und anderes mit sich, sodass die Betroffenen trotz der großen Müdigkeit nicht schlafen können.
  7. Globuli mit dem Wirkstoff Ignatia: Besonders hilfereich bei Menschen, die aufgrund emotionaler Enttäuschungen oder Probleme nicht schlafen können.
  8. Globuli mit dem Wirkstoff Nux vomica: Zu viel Stress, Alkohol, Koffein, Nikotin sind es, die den Betroffenen nicht zur Ruhe kommen lassen, da der gesamte Organismus regelrecht aufgeputscht ist. Diese Globuli können nicht nur das Einschlafen erleichtern, sondern auch das Durchschlafen wieder ermöglichen.
  9. Globuli mit dem Wirkstoff Staphisagria: Dieser Wirkstoff hilf speziell bei Menschen, die beispielsweise nach einer Kränkung oder ungerechten Behandlung verärgert und empört sind.
  10. Globuli mit dem Wirkstoff Sulfur: Nächtliches Schwitzen und innere Unruhe sind meist die Auslöser für Schlafstörungen, die mit diesem Wirkstoff behandelt werden können.

 

Hinweis: Welche Globuli die richtigen sind, sollte niemand allein entscheiden. Ein beratendes Gespräch mit einem entsprechend ausgebildeten Homöopathen ist Grundvoraussetzung, um Schlafstörungen mit Globulis zu behandeln.

 

Was kann man sonst noch gegen einen gestörten Schlaf tun?

 

Gegen einen gestörten Schlaf sollte, nachdem eventuelle Erkrankungen ausgeschlossen werden konnten, die persönliche Lebenssituation, die individuelle Schlafumgebung und natürlich auch die eigene Schlafhygiene genauer unter die Lupe genommen werden.

 

Überprüfen Sie also die Umgebungstemperatur, die Bettausstattung und Ihr eigenes Ess- und Trinkverhalten.

 

Zudem kann ausreichend Bewegung an der frischen Luft sowie eine abendliche Meditation oder auch autogenes Training sehr gut dabei helfen, schneller zur Ruhe zu kommen.

 

Fazit

 

Globuli können bei Schlafstörungen durchaus sehr gut helfen. Doch sie sollten im Falle einer Erkrankung immer die damit im Zusammenhang stehende Therapie begleiten, niemals ersetzen. Denn Krankheiten lassen sich nicht immer mit diesen Streukügelchen beseitigen, ebenso wenig wie Stresssituationen.

 

Die verdünnten Wirkstoffe in den Globuli, die auf Zuckerbasis hergestellt werden, stammen aus den Extrakten von Heilpflanzen. Da diese immer ein wenig anders wirken, gibt es explizit für die verschieden ausgeprägten Schlafstörungen und deren Ursachen unterschiedliche Globuli.

 

Hierfür ist es jedoch ratsam, mit einem fachlich geschulten Heilpraktiker die richtige Mischung zu finden, damit der Wirkstoff auch tatsächlich gezielt wirken kann.

 

Der Vorteil von Globuli gegen Schlafstörungen besteht jedoch ganz klar in der weitestgehend nebenwirkungsfreien Beschaffenheit.

 

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