Schlaflose Nächte wegen Corona! Die besten Einschlaftipps

 

Schlaflosigkeit hat sich auch ohne Corona in den letzten Jahrzehnten fast schon zur Volkskrankheit ausgeweitet. Doch in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote durch die Corona-Pandemie leiden nun auch Menschen unter schlaflosen Nächten wegen Corona, die sonst mit einem gesunden und erholsamen Schlaf gesegnet sind. Ängste, Unsicherheiten und ein völlig aus dem Takt geratener Tagesablauf sind nur einige der Ursachen. Wir haben jedoch herausgefunden, was wirklich gegen schlaflose Nächte hilft.

 

Warum kommt es in der Corona-Krise vermehrt zu Schlaflosigkeit?

 

Abgesehen davon, dass die meisten von uns noch niemals in ihrem Leben einer solchen Pandemie und ihren Folgen ausgesetzt waren, ist es in erster Linie der völlig veränderte Tagesablauf, der sich bis in den Schlaf hinein bemerkbar macht. Das bringt nicht nur eine gewisse Unsicherheit und Angst mit sich, sondern vor allem eine Rhythmus-Veränderung.

Während wir alle bisher unserem geregelten Tagesablauf nachgingen, sind wir nun teilweise zur Untätigkeit verdammt oder dürfen unser Leben nicht mehr mit der gewohnten Aktivität ausleben.

Menschen, die in häuslicher Quarantäne sind, fühlen sich dadurch besonders stark betroffen.

Doch auch jene, die nun plötzlich ihren Tagesablauf zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung völlig neu strukturieren müssen, stehen vor dem Problem, dass sie trotz Müdigkeit nur schwer in den Schlaf finden und sich hilflos den Problemen der Schlaflosigkeit und Schlafstörungen stellen müssen.

In der Corona-Krise kommt es demnach vermehrt zu Schlafstörungen, weil zum Beispiel:

  • der gewohnte Rhythmus durcheinander geraten ist
  • Existenzängste, Unsicherheiten und Angst vor Ansteckung die mentale Stärke negativ beeinflussen
  • geregelte Tagesabläufe weggebrochen sind
  • die ungezwungene Bewegung an der frischen Luft teilweise fehlt
  • das Kontaktverbot psychische Auswirkungen hat
  • die übliche Stressbewältigung nur bedingt oder gar nicht funktioniert
  • die psychischen Belastungen zu hoch sind
  • es vermehrt zu Depressionen kommt

Hinzu kommen bei vielen von uns die Sorgen um den Arbeitsplatz und um die Familienangehörigen, die man derzeit nicht besuchen darf. Es herrscht Ausnahmezustand; nicht nur in unserem Land, sondern auch in unserem Kopf.

 

Welche Folgen haben die schlaflosen Nächte?

 

Nachts nicht gut schlafen zu können, wirkt sich extrem negativ auf unsere Tagesform aus. Dauert diese Schlaflosigkeit längere Zeit an, entwickeln sich daraus zum Teil sogar physische und psychische Erkrankungen.

Dabei brauchen wir gerade in der Corona-Krise sehr viel von gutem Schlaf, denn er hilft unserem Körper, sich zu regenerieren.

Außerdem bildet ausreichend gesunder Schlaf die Basis für ein intaktes und starkes Immunsystem, welches wir alle derzeit besonders benötigen.

Sicher kann man eine oder zwei Nächte mit zu kurzen Schlafphasen einigermaßen gut kompensieren. Doch ein Dauerzustand sollte das nicht werden.

Denn schon nach einer Nacht ohne ausreichend Schlaf fühlen wir uns unter anderem:

  • müde
  • abgespannt
  • unmotiviert
  • leistungsschwach
  • konzentrationsschwach
  • übellaunig
  • gereizt

Schnell wird man dann auch bemerken, dass die Gedächtnisleistung stark herabgesetzt wird. Wer ohnehin zu Hause bleiben muss, wird vermutlich nun argumentieren, dass man am Tag einfach ein wenig Schlaf nachholen könnte oder gerade nicht so viel leisten muss und es deswegen nicht ganz so schlimm ist, wenn man nachts wegen Corona nicht so gut schlafen kann.

Das aber ist ein teuflischer Irrglaube. Sicherlich kann man bei einer durchwachten Nacht mit etwas Extraschlaf wieder für ein wenig Ausgleich sorgen. Doch in der Corona-Krise ist es selten eine einmalige Schlafstörung.

Zudem verstärken sich durch das häufige Alleinsein aufgrund des Kontaktverbotes die psychischen Auswirkungen, wenn man nicht genug Schlaf bekommt.

Die Tendenz, an psychischen Folgeerkrankungen zu leiden, ist leider stark steigend.

 

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Was kann man tun, um besser schlafen zu können?

 

Um vor allem die psychischen Belastungen in der schweren Zeit zu minimieren, ist es wichtig, den besonderen Tagen in der Corona-Krise eine Struktur zu geben.

Vielleicht wird sie ein wenig anders sein als bisher. Möglicherweise braucht es in bestimmten Punkten etwas Überwindung. Doch in jedem Fall werden sich diese Veränderungen positiv auswirken – ganz besonders auf den Schlaf-Wach-Rhythmus.

  1. Weckzeiten: Stellen Sie sich dennoch den Wecker, auch wenn Sie nicht wie gewohnt zur Arbeit oder die Kinder in die Schule gebracht werden müssen. Das timt den Körper wieder auf normale Zeiten. Zusammen mit den regelmäßigen Zubettgehzeiten wirkt diese kleine Handhabe wie eine Gewohnheit, die wir unbewusst lieben gelernt haben.
  2. Bewegung: Trotz aller Ausgangsbeschränkungen und Schutzmaßnahmen, um die Corona-Pandemie und ihre Ausbreitung einzudämmen, ist Bewegung am Tag ausgesprochen wichtig. Wir alle haben einen sehr starken Bewegungsdrang, der auch in der Corona-Krise nicht unnötig unterdrückt werden sollte. Deswegen ist es wichtig, sich jeden Tag wenigstens eine Stunde fest dafür einzuplanen, spazieren zu gehen, Fitnessübungen auf dem Balkon zu machen oder sich im Garten körperlich zu betätigen.
  3. Pausenzeiten im Homeoffice: Gerade jene unter uns, die seit Wochen im Homeoffice arbeiten, leiden unter dem Problem, nach der Arbeit nicht abschalten zu können. Denn während man normalerweise auf dem Weg nach Hause bereits im Kopf das Gedankenkarussell abschalten kann, gelingt das auf dem kurzen Weg vom Schreibtisch zu Hause ins Wohnzimmer nicht. Entweder entwickeln Sie hier ein festes Ritual, mit dem Sie die Arbeitszeit beenden oder räumen genügend Pausenzeiten ein. Vermutlich werden Sie im Homeoffice häufiger Pause machen müssen, doch das ist kein Problem.
  4. Entspannungsübungen: Das bewusste Entspannen fällt Menschen im Homeoffice oder dem Homeschooling besonders schwer. Davon sind im Übrigen nicht nur Erwachsene betroffen. Deswegen ist es besonders hilfreich, in den nun veränderten Tagesablauf ganz gezielt feste Zeiten für Entspannungsübungen einzubauen. Achtsamkeitsübungen, Autogenes Training oder auch Meditation und Yoga können für alle Familienmitglieder hilfreiche Stresskiller sein und die erhitzten Gemüter ein wenig beruhigen. Zudem hilft es wirklich gut, um am Abend schneller in einen gesunden Schlaf zu finden.
  5. Neues: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die Gedanken gerade beim Einschlafen immer wieder um das Thema Corona drehen. Hiergegen kann das Lernen von neuen Fertigkeiten und Fähigkeiten ein besonders hilfreiches Mittel sein. Denn durch das Lernen einer neuen Sprache oder einer neuen Handarbeitstechnik zum Beispiel, wird der Geist gefordert und gefördert. Das lenkt vom abendlichen oder nächtlichen Gedankenkarussell hervorragend ab.
  6. Social Media: Es steht außer Frage, dass gerade in diesen Zeiten die sozialen Kontakte meist virtuell bestehen und auch unbedingt nötig sind. Dennoch warnen Experten davor, den ganzen Tag auf den verschiedenen Social Media Kanälen aktiv zu sein. Erst Recht, wenn diese Art der Kontaktaufnahme bis direkt vor dem Zubettgehen stattfindet. Denn auch hier gilt: Die Melatoninproduktion wird durch den Bildschirm stark unterdrückt, sodass sich die Bettschwere nur zaghaft einstellt.

 

Fazit

 

Schlaflose Nächte wegen Corona müssen nicht sein, wenn man sich ein klein wenig den veränderten Bedingungen anpasst und seinem Tagesablauf wieder mehr Struktur verleiht. Wenngleich wir derzeit nicht vieles aktiv beeinflussen können, die eigenen Aktivitäten am Tag können wir sehr wohl so gestalten, dass es am Abend besser klappt mit dem Einschlafen.

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