Burnout – schlechter Schlaf ist ein Alarmsignal

 

Die Begrifflichkeit ist in aller Munde, doch nur wenige Menschen wissen wirklich, was es bedeutet, an einem Burnout zu leiden. Dabei gehört ein schlechter Schlaf zu den ersten Alarmsignalen. Doch das wird meist unterschätzt oder im schlimmsten Fall sogar ignoriert. Nicht selten werden die Hinweise und Signale, die der Körper aussendet auch völlig missverstanden und falsch interpretiert.

 

Was versteht man eigentlich unter einem Burnout?

 

Im Grunde erklärt sich die Übersetzung des Begriffes bereits, um was sich bei einem Burnout handelt. Betroffene fühlen sich sprichwörtlich ausgebrannt.

 Mediziner nennen es einen massiven Erschöpfungszustand, der sowohl die körperliche als auch die seelische Seite gleichermaßen betrifft.

Die Erkrankung beginnt schleichend und verläuft dann in drei Phasen:

  1. Zunächst kommt es zu einer erhöhten Motivation und Leistungsbereitschaft. Das bedeutet, dass die Betroffenen durchaus bereit sind, über ihre Leistungsgrenzen hinaus zu gehen und sich ständig mit einem Thema, einer Aufgabe oder einer Herausforderung zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Nicht selten kommt es in dieser Phase zu immer neuen Ideen, die gern umgesetzt werden sollen. Dieses Übermotviertsein geht zum Teil soweit, dass private Kontakte weniger gepflegt werden, dass Hobbys und andere Interessen völlig in den Hintergrund treten und die nötigen Erholungsphasen völlig übergangen werden.
  2. In der zweiten Phase führt die permanente Überlastung von Körper und Geist dazu, dass die Zeitspannen zwischen den Erschöpfungszuständen immer kürzer werden. Die Betroffenen können sich kaum noch erholen, leiden zunehmend unter Schlafmangel und Schlafstörungen sowie einem stetig abfallenden Leistungsniveau. Schnell wird in dieser Phase zu aufputschenden Mitteln gegriffen, um wieder die vorherige Leistungsstufe erreichen zu können. Der Teufelskreis hat endgültig begonnen.
  3. Schlussendlich kommt es zu einem Totalzusammenbruch, der sich gleichermaßen körperlich und seelisch bemerkbar macht. Es geht beim besten Willen nichts mehr. Die Symptome können hier von dauerhafter Müdigkeit über schwere Glieder, Verspannungen und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten bis hin zu Depressionen und Suizidgedanken

Nicht selten klagen Menschen bei einem Burnout auch über Magen-Darm-Probleme oder ständige Kopfschmerzen. Das Fehlen der Entspannung macht sich zudem häufig dahingehend bemerkbar, dass es nicht mehr möglich ist, das Gedankenkarussell anzuhalten.

Das erhöhte Schlafbedürfnis kann indes nicht gestillt werden, weil die Schlafstörungen so massiv werden. Zur leichten Tagesmüdigkeit gesellt sich also recht schnell eine dauerhafte Übermüdung, die scheinbar durch nichts abgeändert werden kann.

 

Wodurch kann ein Burnout ausgelöst werden?

 

Es sind längst nicht die persönlichen seelischen Voraussetzungen oder psychische Vorerkrankungen, die zu einem Burnout führen. Vielmehr sind die Ursachen für eine solche Erkrankung im Arbeitsumfeld zu suchen.

Das bedeutet, dass in der Regel die Ursachen für einen Burnout von außen Einfluss auf die Psyche eines Menschen nehmen.

Dazu gehören neben Stressfaktoren im privaten und beruflichen Umfeld unter anderem:

  • fehlende Positiverlebnisse, wie zum Beispiel positives Feedback, Anerkennung der Leistungen
  • das Streben nach Perfektion
  • schlechtes Teamverhältnis und ständige Differenzen
  • negative Zusammenarbeit
  • Hierarchieprobleme und Differenzen diesbezüglich
  • schlechte und unvorteilhafte Arbeitsorganisation
  • fehlende Ziele
  • fehlende Kommunikation
  • mangelnde Arbeitsmittel
  • Unter- und Überforderung
  • eigenes Helfersyndrom
  • mangelnde Hilfe durch Kollegen und Vorgesetzte

Die Ursachen für einen Burnout sind sehr vielschichtig und keinesfalls immer gleich als das zu erkennen, was sie tatsächlich sind oder auslösen können.

Wenn dann noch Zweifel an den eigenen Fähigkeiten hinzukommen oder ständig Probleme auftauchen, die einfach nicht in den Griff zu bekommen sind, kann das bei der schleichenden Entwicklung von Burnout wie ein Multiplikator wirken.

Manche der Ursachen lassen sich aber ebenso aus dem Berufsleben auf das Privatleben übertragen. Wenn innerhalb der Familie beispielsweise dauerhaft an positivem Feedback oder Zielen und Anerkennung fehlt, kann ein Burnout ebenso rasch ausgelöst werden.

 

 

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Wie äußert sich ein Burnout?

 

Dieser komplette Erschöpfungszustand, der sich sowohl körperlich als auch seelisch auswirkt, äußert sich in der Regel mit Symptomen, die nur die wenigsten Menschen dem Burnout zuordnen können. Denn Rückenschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schlaflosigkeit oder ständige Tagesmüdigkeit und massiver Leistungsabfall sind recht allgemein und werden nicht selten ganz anderen Auslösern zugeschrieben.

Wichtig ist es deswegen, einem anhaltenden Wunsch nach Ruhe und Entspannung entgegenzukommen und sich wirklich einmal eine Auszeit zu nehmen. Haben beispielsweise die ständigen Rückenschmerzen oder auch die Schlaflosigkeit mit einem Burnout zu tun, werden diese weniger werden, wenn der Körper und die Psyche sich ausreichend erholen konnten.

Kommt es indes nicht zu einer Verbesserung, sollte mit einem Arzt abgeklärt werden, ob andere Ursachen vorliegen. Kommt jedoch eine Erkrankung nicht infrage, ist es gut, sich professionelle Hilfe zu suchen, um den Burnout wieder in den Griff zu bekommen.

Wird der Erschöpfungszustand nämlich nicht behandelt, kann es zu schweren psychosomatischen Erkrankungen und ernsthaften Störungen kommen.

 

Was kann man dagegen unternehmen?

 

In erster Linie muss man sich vor Augen halten, dass auch bei einem Burnout, egal in welcher Phase, der Schlaf sehr wichtig ist. Die Nachtruhe sollte also nicht nur ausreichend sein, sondern auch von besonders hoher Qualität.

Nur so wird sich der Körper und der Geist wieder erholen können und Kraftreserven sich auffüllen lassen. Der gesunde Schlaf ist also wie ein Dreh- und Angelpunkt zu sehen, wenn man vom Burnout betroffen ist.

Zunächst sollte also die eigene Bettausstattung überprüft werden, damit man nachts bequem und gut schlafen kann. Eine passende Matratze ist dabei schon ein ganz wichtiger Aspekt. Darüber hinaus kommt es immer auf die perfekte Schlafumgebung und eine ideale Schlafhygiene an.

Zudem sollten die eigenen Lebensgewohnheiten genau analysiert werden. Nicht nur eine gesunde Ernährung und Lebensweise sind dabei wichtig, sondern auch das Verhältnis zwischen Arbeit und Erholung.

Die Balance sollte der Mittelpunkt sein, bei allem was man tut, isst, plant. Fehlte bisher möglicherweise die sportliche Betätigung und die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, gehört diese unbedingt in die Liste der Veränderungen zur Verbesserung der Lebensweise. Das ist jedoch nur ein Beispiel von vielen.

Meditationen, Yoga, Autogenes Training und andere Entspannungstechniken sind ebenfalls wichtig. Möglicherweise müssen betroffene das erst lernen, doch es wird sich in jedem Fall lohnen. Nicht nur um den Burnout wieder loszuwerden, sondern auch, um zu einem besseren Schlaf zu finden.

 

Fazit

 

Wer schlecht schläft und andere Ursachen für eine Schlafstörung ausschließen kann, sollte das als erstes Alarmsignal für einen Burnout sehen. Dieser komplexe Erschöpfungszustand kommt schleichend, verläuft in drei Phasen und bedeutet für die Betroffenen nie etwas Gutes. Deswegen sollte man bereits vorbeugend für einen gesunden Ausgleich zwischen Anspannung und Erholung sorgen und den gesunden Schlaf immer in den Fokus rücken.

 

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