DIY Duftsäckchen – mit angenehmen Düften besser schlafen

 

Angenehme Düfte bereichern unser Leben ebenso vorteilhaft wie schöne Dinge und Farben. Doch, dass sich diese Aromen zugleich vorteilhaft auf die Einschlafphase auswirken können, ist nur wenigen bewusst. Auch wenn sicher jeder das wunderbare Gefühl kennt, wenn man sich in ein Bett mir frisch aufgezogener und wohlduftender Bettwäsche legt. Wir zeigen, wie man sich Duftsäckchen selber machen kann, um mit angenehmen Düften besser schlafen zu können.

 

Warum können Gerüche unseren Schlaf beeinflussen?

 

Während wir schlafen funktioniert die Atmung logischerweise auch weiterhin. Das bedeutet, wir atmen ein und wir atmen aus. Über die Nasenschleimhaut nehmen wir dann Gerüche wahr, die über die Riechnerven weitergeleitet werden zum Gehirn, genauer gesagt zum limbischen System.

Dieses System ist von Natur aus unter anderem für unsere Gefühle und Affekte verantwortlich.

Riecht es also gut, werden wir uns in der Regel wohlfühlen. Nehmen wir eher schlechte Gerüche wahr, fühlen wir uns unwohl und reagieren mitunter sogar aggressiv.

Manche Duftnuancen erzeugen auch so etwas wie eine innere Abwehrhaltung, was uns in einen Alarmzustand versetzt.

Setzt man das mit der Einschlafphase in Zusammenhang, wird schnell ersichtlich, warum man besser schläft, wenn die Bettwäsche beispielsweise frisch duftet.

Während manche Düfte unsere Kindheitserinnerungen auffrischen, wirken andere wieder belebend oder entspannend. Will man also Düfte dazu zu nutzen, um schneller und besser einschlafen zu können, sollten es dann doch die Duftnuancen sein, die uns beruhigen und entspannen.

Hinweis: Nach der Einschlaf- und Leichtschlafphase werden Gerüche von der Nase nicht mehr in dieser Form wahrgenommen. Denn sobald wir in die Tiefschlafphase gelangt sind, stellt auch unsere Nase ihre Funktion als Wahrnehmungsorgan ein und fokussiert sich ausschließlich auf die Atmung.

 

Wie macht man sich ein eigenes Duftsäckchen?

 

Duftsäckchen bringen im Grunde gleich zwei große Vorteile mit sich. Zum einen erfüllen sie das Schlafzimmer mit einem angenehmen Duft und zum anderen können sie uns, je nach Füllmaterial tatsächlich helfen, besser zu schlafen.

Die Anfertigung eines solchen Säckchens ist denkbar einfach.

  1. Zunächst wird ein Stoff gewählt, der gut luftdurchlässig sein sollte, damit die Aromen auch gut nach außen dringen können.
  2. Anschließend werden die Stoffstücken bis auf eine Öffnung zum befüllen zugenäht. Die Form und Größe hängt hier von den persönlichen Vorlieben ab.
  3. Nun wird die bevorzugte Duftmischung eingefüllt und das Säckchen verschlossen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder wird es einfach zugeknotet oder mit einem Band verschlossen. Wer sich dafür entscheidet, es zuzunähen, sollte sich jedoch bewusst sein, dass die Duftmischung so nicht einfach erneuert werden kann.

Tipp: Wer sich die Mühe mit dem Nähen sparen will, kann auch vorgefertigte Stoffsäckchen kaufen und diese nur mit der persönlich bevorzugten Duftmischung befüllen.

Das fertige Duftsäckchen kann neben das Kopfkissen gelegt werden oder dekorativ im Raum aufgehangen werden.

Im Übrigen funktioniert das Ganze auch in Form eines kleinen Kissens.

Hinweis: In der Regel sollte der Inhalt des Duftsäckchens spätestens nach zwei Jahren erneuert werden, da dann die Aromastoffe endgültig verbraucht sind.

 

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Was füllt man am besten in ein solches Duftsäckchen?

 

Es gibt sehr viele Varianten, um ein Duftsäckchen zu befüllen. Hierbei kommt es erstens auf die eigenen Vorlieben an und zweitens darauf, ob der Duft entspannend oder belebend wirken soll.

Will man mit Hilfe eines aromatischen Duftsäckchens besser schlafen, empfehlen sich zarte Duftmischungen, die genau diese Wirkung mit sich bringen.

Bevorzugt werden hier meist Kräuter und Blüten. Alles kann miteinander gemischt werden, sodass es nicht nur eine Variante gibt oder generell nur ein Duft favorisiert werden muss.

Mögliche Varianten zum Befüllen der kleinen Säckchen und ihre Wirkungen für einen besseren Schlaf:

  • Lavendel à wohltuend und beruhigend
  • Schlüsselblumen à beruhigend bei Unruhezuständen
  • Beifuß à beruhigend
  • Waldmeister à beruhigend, nervenstärkend und entspannend
  • Lindenblüten à beruhigend und fördert erholsamen Schlaf
  • Johanniskraut à beruhigend, fördert Konzentration, vertreibt Depressionen
  • Schafgarbe à beruhigend und entspannend
  • Holunderblüten à entspannend
  • Hopfen à beruhigend, schlaffördernd
  • Baldrianblüten à entspannend, wirkt gegen innere Unruhe und Nervosität
  • Labkraut à beruhigend
  • Weißdornblüten à wirken gegen seelischen Stress und Schlafstörungen
  • Zitronenmelisse à wirkt wohltuend beruhigend und hilft gegen Stress und Angstzustände

Zusammen mit den getrockneten Blüten von Ringelblumen, Orangen, Fenchel, Jasmin und Rosen ergibt sich so eine duftende Mischung, die zugleich das Raum- und Schlafklima sehr angenehm verbessert, nicht nur den Schlaf selbst.

Hinweis: Bevor man das Duftsäckchen mit der individuellen Mischung aus getrockneten Blütenblättern und Kräutern füllt, sollte alles sehr gut getrocknet sein. Andernfalls würde die Mischung zu schimmeln beginnen und schädliche Schimmelsporen werden über die Atemluft aufgenommen.

Eine besonders intensive Wirkung erzielt man, wenn man der Duftmischung zusätzlich einen Heilstein beigibt. Beispielsweise können hier Quarze die angenehmen Düfte verstärken, wodurch die Schlafqualität nochmals ein Stück angehoben wird.

Tipp: Mit einem haushaltsüblichen Trichter lassen sich die getrockneten Blüten und Blätter recht einfach in die verhältnismäßig kleine Öffnung des kleinen Säckens einfüllen. Danach gut verschließen, damit der duftende Inhalt nicht einfach herausfallen kann.

 

Wo platziert man ein Duftsäckchen, um besser schlafen zu können?

 

Um schneller und besser einschlafen zu können, empfiehlt es sich, das Duftsäckchen auf dem Nachtisch, neben oder unter dem Kopfkissen zu platzieren.

Möglich wäre auch aber die Variante, das Säckchen in Kopfnähe aufzuhängen und zusätzlich kleine Zweige von Lavendel, Rosmarin oder Zitronenmelisse außen anzubringen. Das duftet erstens ebenso und sieht zweitens dekorativ aus.

Allerdings ersetzt ein solch wohlduftendes Säckchen niemals das tägliche Lüften des Schlafzimmers. Denn obwohl es gut duftet und die Sinne beruhigt, braucht man immer auch genügend Frischluft in dem Raum, in welchem man sich zur Nachtruhe bettet.

 

Fazit

 

Ein Duftsäckchen selbst zu machen, ist kein allzu großes Hexenwerk. Die Wirkung indes ist enorm, wenn man bedenkt, wie stark sich die beruhigenden, entspannenden und wohlriechenden Kräuter und Blüten auf unseren Schlaf auswirken können.

Wichtig ist jedoch, immer gut getrocknete Blüten und Kräuter zu verwenden. Zudem ist es wichtig, die Duftkonzentration nicht zu hoch werden zu lassen, denn das kann am Ende schnell von wohltuend in störend umschlagen und regelrecht Kopfschmerzen forcieren.

Ein selbst gemachtes Duftkissen ist übrigens auch ein wundervolles Mitbringsel, wenn Familienmitglieder oder Freunde gerade im Lernstress sind, kurz vor der Entbindung stehen oder einfach einmal einen besonderen Moment der Ruhe genießen sollten.

 

Foto: © Angela #80675079 stock.adobe.com