Baumwolldecken: Mehr als nur kuschelig!

 

Baumwolldecken versprechen einen ungemeinen Wohlfühlfaktor, denn das weiche und wärmende Material spricht unsere Urinstinkte nach Wärme und Geborgenheit an. Das kommt nicht von ungefähr, denn bereits seit 6000 v.Chr. verwenden Menschen Baumwolle, um sich Kleidung zu fertigen.

Erst später kamen weitere Verwendungsmöglichkeiten hinzu, denn die Vorteile dieser Naturfaser sind nach wie vor nicht von der Hand zu weisen. Von daher sind Baumwolldecken nicht nur Klassiker, sondern nach wie vor besonders beliebt bei Jung und Alt.

 

Welche Eigenschaften besitzen Baumwolldecken?

 

Längst ist aus dem Luxusgut Baumwolle ein Massenprodukt geworden. Die Naturfaser findet sich in nahezu allen Bereichen wieder, wobei nicht nur die Textilbranche von der Baumwolle profitiert, sondern auch die Kosmetikindustrie, in der Kunststofffertigung sowie in der papierherstellenden und weiterarbeitenden Industrie.

Explizit im Bereich der Heimtextilien aber ist die dehnungsfähige Naturfaser besonders durch ihre positiven Eigenschaften beliebt.

Charakteristisch für Baumwolldecken ist:

  • die Hautfreundlichkeit
  • die Atmungsaktivität
  • die Reißfestigkeit der Faserbestandteile
  • die Fähigkeit, viel Feuchtigkeit in sich aufzunehmen
  • die Wärmeregulierung

Durch diese Eigenschaften ist eine solche Decke zudem auch für Allergiker geeignet, weswegen sie besonders bei dieser Personengruppe bevorzugt verwendet wird.

 

Wo liegen die Vor- und Nachteile der Baumwolldecken?

 

Die Vorteile liegen vor allem in den Eigenschaften begründet. So kann eine Baumwolldecke Schweiß gut aufsaugen und ihn durch ihre Atmungsaktivität wieder abgeben.

Zudem erzeugt die Naturfaser keine allergischen Reaktionen. Decken aus Baumwolle sind geruchsneutral und besonders weich und leicht, sodass selbst Neugeborene sich besonders wohl in ihnen fühlen.

Wo es Vorteile gibt, gibt es allerdings auch Nachteile. Diese sind bei Baumwolldecken zwar eher gering, doch sollten sie genannt werden.

Nachteilig ist:

  • dass die Baumwolldecke anfangs fusseln kann, was sich aber nach mehrmaligen Waschen verliert
  • dass die Decke einlaufen kann, wenn die Temperatur zu hoch gewählt wird

 

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Wo lässt sich eine Baumwolldecke überall einsetzen?

 

Auf dem Markt sind mittlerweile viele unterschiedliche Typen von Baumwolldecken erhältlich. Sie unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Größe sowie der Verarbeitung der Naturfaser.

Während die Kuscheldecke sowohl als Bettdecke als auch Sofadecke benutzt werden kann, ist die Babydecke eher klein und somit nicht unbedingt für das Erwachsenenbett geeignet. Beide sind jedoch atmungsaktiv und für Allergiker geeignet.

Die sogenannte Baumwollstrickdecke unterscheidet sich optisch von Kuschel- und Kinderdecken. Durch das Stricken der Naturfaser wurde hier aber die Luftdurchlässigkeit noch einmal erhöht, sodass eine solche Baumwolldecke besonders atmungsaktiv und für Allergiker geeignet ist.

Schlussendlich wird auch eine sogenannte Fitnessdecke zu den Baumwolldecken mit all ihren Vorzügen gezählt. Hierbei wurde aber die Naturfaser so verarbeitet, dass eine weitaus festere und weniger kuschlige Oberfläche erzielt wurde. Dafür aber ist diese Decke besonders robust und kann weitaus mehr aushalten, als die kuschlig weiche Sofadecke.

Man findet Baumwolldecken also ebenso als Wohndecke, die auf dem Sofa liegt, als auch im Kinderbettchen, als dekorative Tagesdecke, auf dem Wickeltisch oder wo auch immer man sich dem kuschlig weichen Gefühl einer wärmenden Baumwolldecke hingeben möchte.

Darüber hinaus wird die Naturfaser auch oft für Matratzenschutz-Produkte verwendet. Matratzenauflagen oder Matratzenschoner bestehen in ihrer Oberfläche aus der weichen und strapazierfähigen Baumwolle. In ihrem Inneren aber wurden sie wattiert, wodurch das weiche Gefühl noch einmal verstärkt wird.

In Steppdecken wird Baumwolle gern als Füllung verwendet, da sie mit ihren besonders guten Eigenschaften hinsichtlich der Feuchtigkeitsaufnahme und Atmungsaktivität besonders bei der optimalen Bettausstattung eine große Rolle spielt. Das kann gerade bei jenen Menschen besonders vorteilhaft sein, die zu starkem Schwitzen in der Nacht neigen.

 

Was sollte man beim Kauf von Baumwolldecken beachten?

 

Zunächst einmal sollte man sich darüber im Klaren sein, für wen die Baumwolldecke bestimmt ist beziehungsweise, wo sie eingesetzt werden soll. Denn die richtige Größe kann hier unter Umständen die wichtigste Kaufentscheidung sein.

Darüber hinaus finden sich an den Baumwolldecken aller Art entsprechende Zertifikate, welche darauf hinweisen, ob die verarbeitete Naturfaser aus 100%-biologischem Anbau stammt und inwieweit die Baumwolle auf ökologisch-umweltverträgliche Weise zur Naturfaser weiterverarbeitet wurde.

Beim Anbau von Baumwolle unterscheidet man zum Beispiel nach drei Kategorien:

  1. GMO-Baumwolle: diese ist genetisch modifiziert, d.h. es wurden beim Anbau Pestizide und Düngemittel eingesetzt
  2. Sustainable Cotton: diese Baumwolle ist nicht genetisch modifiziert, d.h. nur geringe Mengen an Pestiziden und Düngemittel wurden beim Anbau eingesetzt
  3. Organic Cotton: diese Baumwolle wurde weder mit Gentechnik angebaut noch Pestizide und Düngemittel eingesetzt

Ist die Baumwolle laut der Zertifizierung aus dem Bio-Anbau, enthält sie keine Schadstoffe und ist somit bestens für Allergiker geeignet.

 

Wie sollte man die kuschelige Baumwolldecke pflegen?

 

Damit die weiche Baumwolldecke so lange wie möglich ihre angenehmen und vorteilhaften Eigenschaften behält, kommt es am Ende immer auch auf die richtige Pflege an.

So sollten Baumwolldecken:

  • immer einzeln gewaschen werden
  • im Woll- oder Schonwaschgang gereinigt werden
  • bei maximal 30° C gewaschen werden
  • mit einem sanften Color- oder Wollwaschmittel ohne Aufheller gewaschen werden
  • ohne Weichspüler gereinigt werden
  • nur bei niedriger Umdrehungszahl geschleudert werden
  • an der Luft getrocknet werden

Das anfängliche Fuseln ist bei einer Baumwoll-Kuscheldecke normal. Hier kann ein Fuselrasierer schnell Abhilfe schaffen.

 

Fazit

 

Baumwolldecken sind mehr als nur kuschelig. Denn ihre vorteilhaften Eigenschaften sind wie dafür gemacht, einen wärmenden Nutzen aus ihnen zu ziehen. Durch ihre besondere Atmungsaktivität und ihre Fähigkeit, besonders viel Feuchtigkeit aufzunehmen, sind sie gerade für den Schlaf ein idealer Begleiter. Unter einer solchen Decke kann man nämlich nicht nur zufrieden und beruhigt schlafen, sondern durchaus auch gesund.

Besonders Menschen, die von starkem Schwitzen in der Nacht geplagt oder von Allergien geplagt werden können von den Baumwolldecken wirklich profitieren.

Darüber hinaus gibt es Baumwolldecken in nahezu allen Größen, Farben und Qualitätsmerkmalen. So können sie sehr unterschiedlichen Verwendungszwecken zugeführt werden. Als Sofadecke, als Baby- und Wickeldecke, als Steppdecke oder selbst als Matratzenauflage kommen diese speziellen Decken unter anderem zum Einsatz.

Dass eine solche Decke am Anfang etwas zum Fuseln neigt, scheint der Beliebtheit keinen Abbruch zu tun. Denn bei den Wohntextilien nehmen kuschelweiche Baumwolldecken immer noch einen sehr großen Stellenwert ein. Daran wird sich auch nichts ändern, denn was unsere Vorfahren an der Naturfaser Baumwolle bereits zu schätzen gewusst haben, ist heute wahrlich ein Lebensgefühl.

 

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