Traumdeutung: so deuten Sie die häufigsten Träume

 

Träume sind Schäume? Das mag für Tagträumereien hin und wieder zutreffen, nicht aber für jene Traumbilder, die wir beim Schlafen erleben. Doch warum träumen wir überhaupt und warum ist die Traumdeutung so wichtig? Wir haben uns einmal etwas genauer mit dem Thema befasst und erklären die häufigsten Traumsymbole.

 

Wozu sind Träume gut?

 

Unser menschlicher Schlaf ist in verschiedene Phasen unterteilt, zu denen auch die Traumphasen gehören. Diese sind besonders für unsere Psyche gut, denn in den Träumen verarbeiten wir das Alltagsgeschehen und setzen uns unbewusst auch mit Gefühlen und Problemen auseinander.

Es gibt viele Theorien im Hinblick auf den Sinn und der Funktion des Träumens:

  • im Traum verarbeiten wir Erlebtes
  • während wir träumen, verfestigen wir unbewusst das neu Gelernte
  • während des Traumes werden alte und neue Informationen im Gehirn abgespeichert
  • Gefahren und problematische Situationen äußern sich in bestimmten Traumbildern
  • träumend können neue Lösungsansätze erkannt werden

Welche der Theorien nun tatsächlich funktionieren, kann man so eindeutig nicht sagen. Offenbar gibt es aus jeder Theorie mindestens einen Ansatzpunkt, der wirklich zutrifft, wenn wir träumen.

Sicher ist jedoch, dass die nächtlichen Träume ganz wichtig für die Erholungsphase unseres Gehirns sind. Demnach schützen solche Träume unseren Denkapparat vor Überlastung. Selbst jene Traumgebilde, an die wir uns am nächsten Morgen gar nicht mehr erinnern können.

 

Warum wird der Traumdeutung so viel Beachtung geschenkt?

 

Mit Sicherheit ist noch längst nicht alles in puncto Träumen erforscht. Doch die Deutung von Traumsymbolen ist wie eine eigenständige Sprache, die sich durch die Traumdeutung übersetzen lässt. Immerhin träumen Menschen völlig unabhängig voneinander von den gleichen Symbolen und Bildern.

In den Träumen selbst gibt es für jeden von uns Hinweise auf bestimmte Wunschvorstellungen, Ängste oder auch Bedürfnisse. Das bedeutet, dass das jeder Traum unbewusst die psychologische Wahrheit ans Licht bringen kann. Unterdrückte Gefühle und Bedürfnisse oder moralische Zwänge lassen sich also in der Traumdeutung erkennen und definieren.

 

Was sind die häufigsten Traumsymbole?

 

Es ist faszinierend, aber es gibt viele Symbole in den Träumen, die häufiger auftreten als andere und die sich über den gesamten Erdball und dessen Bewohner erstrecken kann. Träume und ihre Bedeutung sind also nicht von Territorien oder anderen Einflüssen abhängig.

Zu den häufigsten Traumsymbolen zählen:

  1. Das Fliegen: Meist wird das Fliegen wie ein Vogel in einer Art Rausch erlebt, denn man fühlt sich in der Regel frei und leicht. Gedeutet wird dieses Traumerlebnis meist im Zusammenhang mit dem Wunsch nach Veränderung (auch in erotischer Hinsicht) gedeutet. Häufig deutet es aber auch Überschätzung im eigenen Verhalten hin oder gibt einen Hinweis darauf, dass der Träumende sich von belastenden Dingen abzuwenden versucht.
  2. Das Schwimmen: Hierbei muss man unterscheiden, ob man im klaren oder im trüben Wasser schwimmt. Ist das Wasser im Traum klar, zeugt das von viel Ausgeglichenheit und positiven Energien. Bei trüben Wasser hingegen wird unbewusst auf Probleme und Nöte hingedeutet, die nicht selten mit einem enormen Angstgefühl einhergehen.
  3. Die Untreue: Steht im Traum das betrügen des Partners im Mittelpunkt, deutet das auf den Wunsch nach Veränderung hin, nicht aber auf die Tatsache, dass man tatsächlich untreu wird. Sehr oft stehen mit solchen Träumen sexuelle Phantasien und Bedürfnisse im Zusammenhang.
  4. Die Reise: Träume, in denen wir die Koffer packen und verreisen, deuten darauf hin, dass wir uns nach einer Veränderung in unserem Leben sehnen oder diese unmittelbar bevorsteht. Fährt man im Traum beispielsweise selbst zum neuen Ziel, möchte man die Kontrolle nicht aus der Hand geben.
  5. Der Streit: Egal mit wem oder warum, aber ein Streit im Traum bedeutet, dass man innere Konflikte durchlebt. Meist sind es derartige Konflikte im Alltag, bei denen wir noch nicht wissen, wie wir das Problem lösen können. Glaubt man den Traum-Theorien, könnte das also ein Traum sein, indem wir nach Lösungen suchen.
  6. Das Fallen: Das Traumsymbol des Fallens ins Bodenlose ist wahrscheinlich jedem bekannt. Gedeutet wird das immer mit Angst, Verunsicherung und großen Selbstzweifeln. Die Angst vor der Zukunft oder die Leere auf Gefühlsebene können hier die Auslöser für diesen Traum sein.
  7. Der Zahnausfall: Mit diesem Traum verbinden sich immer eine gewisse Machtlosigkeit und die fehlende Vitalität. Es bedeutet also nicht unbedingt etwas Gutes, wenn im Traum der Zahn wackelt oder gar ausfällt. Denn oftmals deutet das auf sexuelle und materielle Bedürfnisse hin, die gerade nicht befriedigt werden können oder auch Angst machen.
  8. Das Nacktsein in der Öffentlichkeit: Hier wird danach unterschieden, ob sich der Träumende in seiner gezeigten Nacktheit wohl fühlt oder nicht. Im ersten Fall würde das bedeuten, dass man sich jemanden noch weiter öffnen will und mehr von sich preisgeben will. Fühlt man sich allerdings unwohl, zeugt das von mangelndem Selbstbewusstsein und der Angst, zu viel von sich zu offenbaren.

Hinweis: Dieser kleine Auszug aus den häufigsten Traumsymbolen streift nur die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten. Sie sind also nicht aussagekräftig genug, um tatsächlich eine optimale Traumdeutung zu praktizieren.

 

Wie interpretiert man Traumsymbole richtig?

 

Es gibt eigentlich kein richtig und falsch, wenn es um die Traumdeutung geht. Vielmehr können die einzelnen Traumsymbole bei jedem Menschen etwas anderes bedeuten oder in Varianten ausgelegt werden.

So können Träume in ihrer zwar verwirrenden, aber durchaus komplexen Erscheinung niemals vollständig interpretiert werden. Unter Umständen können also nur einzelne Symbole gedeutet werden, nicht aber alle auftretenden Traumbilder.

Hier ist es wichtig, sich eher auf die dominanten Puzzleteile zu konzentrieren, wenn man den Traum richtig deuten will.

Zudem sollte nicht zwanghaft nach einer Bedeutung gesucht werden. Nicht selten kann man eben nicht eindeutig sagen, warum man etwas geträumt hat. Ebenso hat nicht immer alles einen Sinn, selbst beim nächtlichen Träumen nicht.

Hinweis: In einschlägigen Traum-Lexika werden die Traumsymbole aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet. So kann hier nach den unterschiedlichen Religions- und Kulturkreisen oder nach dem Geschlecht eine abweichende Deutung auftreten. Wenn also ein Mann von einer Schlange träumt, wird das eine andere Bedeutung haben als bei einer Frau.

 

Fazit

 

Träume sind keineswegs Schäume, sondern wie ein Spiegel zum eigenen Unterbewusstsein. Dabei sind die Traumphasen für einen guten und gesunden Schlaf sehr wichtig, denn die nächtliche Erholungsphase soll ja schließlich auch für das Gehirn Entspannung bringen.

Durch das Verarbeiten von Alltäglichem und Erlebten, wird das Hirn vor Überlastung geschützt und so kommt dem Träumen eine ganz besondere Rolle zu.

Foto: © Sergey Nivens 234203343 adobe.stock.com