Tipps gegen schlechten Schlaf

 

Der Schlaf ist für den menschlichen Körper existenziell. Denn ohne ihn funktioniert das ausgeklügelte System Mensch einfach nicht. Nicht jede Nachtruhe ist jedoch automatisch auch so erholsam, dass man von einem gesunden Schlaf sprechen kann. Sehr viel häufiger kommt es in unserer technologisch fortschrittlichen Gesellschaft zu dem Phänomen, dass immer mehr Menschen immer schlechter schlafen. Die Gründe sind sehr vielfältig, die Folgen auch. Wenngleich die Folgen weit in den Tag hinein spürbar sind und eigentlich schon die Grundlage für eine weitere Nacht ohne guten Schlaf legen. Deswegen ist es wichtig, die Tipps gegen schlechten Schlaf nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

 

Woher kommt schlechter Schlaf?

 

Sicherlich kann jeder davon ein Lied singen, wenn die Nachtruhe einmal nicht so erholsam war, wie erhofft und benötigt.

Während das gelegentlich schlechte Schlafen aber nicht mehr nur hin und wieder auftritt, sondern nahezu zum Dauerproblem wird, ist Vorsicht geboten.

Denn dann ist man eben nicht nur am folgenden Tag müder als sonst und es reicht auch nicht, einfach einmal ein paar Stunden früher zu Bett zu gehen.

Die Ursachen für einen wenig erholsamen Schlaf können sein:

  • eine unpassende Bettausstattung inklusive einer Matratze, die nicht auf die eigenen Bedürfnisse angepasst ist
  • stressige Alltagssituationen und permanente Überbelastung von Körper und Geist
  • seelische Probleme
  • körperliche und geistige Erkrankungen
  • ungesunde Lebensführung
  • schlechte Schlafhygiene
  • unkomfortable Schlafumgebung

Manches ist vielleicht ein vorübergehender Zustand, so wie es etwa während einer Krankheit oft zu einem schlechten Schlaf kommt. Anderes schleicht sich als Dauerzustand in unser Leben und sollte tunlichst wieder verändert werden. So, wie es beispielsweise bei Überbelastung und stressigem Alltagsgeschehen ist.

Wenn es um die Lebensführung, Schlafhygiene und Schlafumgebung zusammen mit der geeigneten Bettausstattung geht, kann man sicher einiges schnell ändern, damit die Schlafqualität wieder ansteigt. Doch um etwas zum Positiven zu verändern, muss man sich zunächst einmal darüber bewusst werden, dass etwas nicht stimmt und der Schlaf vielleicht doch nicht so gesund ist, wie er sein sollte.

 

Welche Folgen bringt schlechter Schlaf mit sich?

 

So unterschiedlich die Ursachen für den schlechten Schlaf aus sein mögen, die Auswirkungen sind nahezu identisch.

Denn ein Schlaf von minderer Qualität führt immer zu:

  • Tagesmüdigkeit
  • Übellaunigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Leistungsabfall
  • verminderter Gedächtnisleistung
  • Übergewicht
  • Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Problemen, Depressionen

Schlechter Schlaf bringt immer auch einen gewissen Schlafmangel mit sich, wodurch sie auf Dauer die Folgen drastisch verstärken können.

Der Grund liegt vor allem darin begründet, dass es ohne einen guten Schlaf nicht zu einem optimalen Regenerationsprozess kommen kann, bei dem der menschliche Organismus über Nacht Zellen repariert und erneuert, Erlebtes verarbeitet und Gelerntes abspeichert.

Liegt eine Erkrankung zugrunde, wird es natürlich nicht viel nützen, beispielsweise die Schlafumgebung zu optimieren. Ebenso wenig wird es in diesem Fall für einen besseren Schlaf sorgen, wenn man sich auf eine gesunde Lebensführung konzentriert.

Zudem gibt es auch Krankheiten, auf die man erst dadurch kommt, dass man über einen längeren Zeitraum schlecht schläft oder Schlafstörungen dauerhaft auftreten.

Hier empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und Ursachenforschung zu betreiben.

 

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Tipps gegen schlechten Schlaf, die wirklich helfen

 

Werden die Ursachen für den schlechten Schlaf von keiner Erkrankung hervorgerufen, können die nachfolgenden Tipps für Abhilfe schaffen.

In sehr vielen Fällen sind sie die Ursache für den schlechten Schlaf und sollten möglichst abgestellt werden, damit die Schlafqualität innerhalb weniger Tage wieder ansteigt.

  1. Ausreichend Bewegung: Nicht nur Kinder brauchen tagsüber ausreichend Bewegung, um am Abend schneller und besser schlafen zu können. Wir Menschen sind nicht gemacht dafür, den ganzen Tag irgendwo sitzend zu arbeiten oder die Zeit zu verbringen. Unser Körper schreit also nach Bewegung. Solange diese tagsüber und nicht direkt vor dem Schlafen praktiziert wird, ist sie ein wundervolles Schlafmittel aus der Natur, wenn man so will. Direkt vor dem Schlafen kann ein kleiner Spaziergang sehr helfen, Powertraining aber eher das Gegenteil bewirken.
  2. Optimaler Schlaf-Wach-Rhythmus: Dieser Rhythmus wird von unserer inneren Uhr bestimmt, ist also bei jedem etwas anders. Dennoch sollte man nicht ständig gegen den Rhythmus leben, sondern auf eine gewisse Regelmäßigkeit achten. Gleiche Zubettgehzeiten und geregelte Wachzeiten sind optimal, um generell besser schlafen zu können.
  3. Dunkelheit fördert die Müdigkeit: Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass unser Körper die Dunkelheit braucht, um ausreichend Melatonin Deswegen sollte das Schlafzimmer gut abgedunkelt werden und flimmernde Bildschirme tabu sein.
  4. Abendlicher Stressabbau: So aufregend der Tag auch war, am Abend sollte man sich bewusst darauf konzentrieren, den Stress abzubauen. Autogenes Training, Meditation oder auch Yoga und Rituale zur Beruhigung sind hier der richtige Weg. Die To-do-Liste für den nächsten Tag sollte möglichst vor dem Zubettgehen erstellt werden, damit das Gedankenkarussell keinen Zutritt zum Schlafzimmer hat.
  5. Optimale Schlafumgebung: Das Schlafzimmer sollte weder überheizt noch zu laut Deswegen kurz vor dem Schlafen Stoßlüften, Raumtemperatur auf ca. 16 bis 20 °C regulieren und alle Geräuschquellen auf null setzen. Schon klappt das besser mit dem Schlafen.
  6. Genüsse am Abend: Gerade kurz vor dem Zubettgehen sollten Koffein-, Nikotin- und Alkoholgenuss drastisch heruntergeschraubt werden. Am besten ist es, auf diese Dinge schon Stunden vorher zu verzichten. Denn sie hindern uns ebenso am guten Schlaf, wie ein zu üppiges und zu spätes Abendessen.
  7. Beruhigung geht auf vielen Wegen: Um Körper und Geist auf die Nachtruhe vorzubereiten, gibt es neben den abendlichen Ritualen und Entspannungstechniken auch andere Methoden, um zur Ruhe zu kommen. Entspannungstees, entspannende Fußbäder, schlaffördernde Lebensmittel oder auch Entspannungsmusik helfen hier schnell und einfach, den Tag mit all seinen Sorgen und Problemen loszulassen.
  8. Smartphone und Co sind tabu: So verlockend es sein mag, ein Smartphone gehört ebenso wenig neben das Kopfkissen, wie der laufende Fernseher vors Bett. Sie Signale, Funkwellen und Lichtquellen, die davon ausgehen, wirken sich negativ auf den Schlaf aus.

 

Fazit

 

Ein gesunder Schlaf ist ungemein wichtig für das körperliche und geistige Wohlbefinden. Wer jedoch die eigene Schlafumgebung, die eigenen Verhaltensweisen und Dinge wie die Schlafhygiene und den Lebenswandel optimiert, wird mit schlechtem Schlaf keine Probleme haben. Sollte die verminderte Schlafqualität jedoch mit einer Erkrankung zusammenhängen, ist der Besuch beim Arzt unabdingbar.

 

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