Schlaflos? Die besten Hausmittel

 

Schlaflose Nächte können weitaus anstrengender und kräfteraubender sein, als ein herkömmlicher Arbeitstag. Denn bei Ein- und Durchschlafproblemen kommt der Körper nicht vollumfänglich zu Ruhe, sodass nicht nur die Schlafphasen gestört sind, sondern auch die Regenerationsphase viel zu kurz ist. Der Griff zu Schlafmitteln kann allerdings fatale Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen haben, weswegen Hausmittel eine sehr gute und gesunde Alternative sind, wenn man schlaflos die Nacht verbringt.

 

Woher kommt die Schlaflosigkeit?

 

Schlaflosigkeit kann viele Ursachen haben. Selbst die Auswirkungen können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Kommt man mal eine Nacht nicht wirklich zur Ruhe, spricht man in der Regel noch nicht von einer typischen Schlaflosigkeit. Doch wenn es öfter als 3 Mal in der Woche geschieht, sollte man überprüfen, ob eine der folgenden Ursachen in Frage kommt:

  • übermäßige Stresssituation im beruflichen und privaten Leben
  • ungünstige Schlafgewohnheiten
  • ungeeignete Bettausstattung
  • problematische Schlafumgebung
  • übermäßiger Koffein-, Nikotin- und/oder Alkoholkonsum am Abend
  • physische und psychische Erkrankungen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten

Darüber hinaus können sich zu späte und zu üppige Mahlzeiten oder kräfteraubender Sport am Abend negativ auf den Schlaf auswirken. Denn vor allem die Einschlafphase wird von diesen Faktoren massiv beeinträchtigt.

 

Welche Voraussetzung braucht ein guter Schlaf?

 

Um gut und ausreichend schlafen zu können, sollte also nicht nur die eigene Bettausstattung inklusive der passenden Matratze auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sein. Selbst die Schlafumgebung kann sich entweder positiv oder negativ auf die Schlafqualität auswirken.

Selbst die Lebensweise ist eine Grundlage dafür, wie sich der Schlaf gestaltet. Dazu gehört es unter anderem, dass man für ausreichend Erholungsphasen am Tag sorgt, damit sich Stress einfacher abbauen kann. Aber auch ausreichend Bewegung an der frischen Luft sollte im Tagesablauf niemals zu kurz kommen, denn auch das wirkt sich auf die Qualität des Nachtschlafes aus.

 

 

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Welche Hausmittel sind die besten Einschlafhilfen?

 

Selbst wenn alle optimalen Bedingungen für einen gesunden Schlaf gegeben sind, kann es hin und wieder dazu kommen, dass man sich schlaflos im Bett herumwälzt.

Sieht man einmal von eventuellen Erkrankungen und die in diesem Zusammenhang benötigten Medikamenten ab, sollte man jedoch immer unterscheiden, ob es sich um eine vorübergehende Problematik handelt oder ob man schon länger darunter leidet, nicht gut einschlafen zu können oder vielleicht nicht die empfohlenen 7 bis 8 Stunden Schlaf erreicht.

Hausmittel sind dabei eine gesunde Alternative, um die Schlaflosigkeit auf natürlichem Wege in den Griff zu bekommen. Dabei haben sich vor allem die folgenden Mittel bewährt, die wahrscheinlich die meisten noch aus Kindertagen kennen, wo Oma mit ihrem Zauberwissen für unser Wohlbefinden gesorgt hat.

Zu den besten Hausmitteln als Einschlafhilfe zählen:

  • Baldrian – die entspannende und beruhigende Wirkung von Baldrian wurde bereits vielfältig nachgewiesen. Deswegen ist ein Baldriantee am Abend durchaus sehr empfehlenswert, da er direkt auf das zentrale Nervensystem wirkt.
  • Lavendel – der angenehme Duft von Lavendel wirkt besonders beruhigend. Aus diesem Grund können kleine Kräuterkissen, auf denen ein wenig ätherisches Öl vom Lavendel geträufelt wurde, eine sehr gute Einschlafhilfe sein. Doch auch Tee oder Globuli mit dem Wirkstoff des Lavendels sind willkommene kleine Einschlafhilfen aus der Natur.
  • Entspannungsbäder – Wasser selbst hat eine enorm beruhigende Wirkung auf unseren Organismus. Genehmigt man sich vor dem Zubettgehen ein Entspannungsbad, hat das gleich mehrere positive Effekte. Zum einen beruhigt und entspannt das warme Wasser natürlich, welches idealerweise mit entsprechenden Duftstoffen versetzt, gleich doppelt wirkt. Zweitens ist das warme Wasser perfekt, um den Körper ein wenig aufzuheizen, bevor man sich hinlegt, wo die Körpertemperatur sehr rasch absinkt. Auch das hat eine besonders gute Entspannungswirkung auf Körper und Geist.
  • warme Milch – eine Tasse davon lässt nicht nur Kindheitserinnerungen aufkommen, sondern regt die Melatonin-Produktion im menschlichen Körper an. Zudem ist Milch immer auch ein wichtiger Kalzium-Lieferant.
  • Entspannungsübungen – gerade wer unter enormen Stress leidet kann mit solchen entspannenden Übungen vor dem Zubettgehen wahre Wunder bewirken. Meditation, Autogenes Training, Atemübungen oder auch leichtes Yoga können nervöse Unruhezustände beseitigen und die Gedanken auf ein ruhiges Level bringen.

Tipps und Tricks bei den natürlichen Einschlafhilfen

 

Es gibt natürlich noch sehr viel mehr Hausmittel, mit denen wir uns auf natürlichem Weg schneller ins Land der Träume befördern können. So kann auch Hopfen eine wertvolle Unterstützung sein.

Nutzt man vor dem Schlafengehen Entspannungsbäder, sollte man jedoch nicht zu lange und zu heiß baden. Maximal 20 Minuten sind hier der Richtwert, damit das Bad noch entspannend wirkt und nicht zu sehr wieder aufputscht. Ist ein Vollbad nicht möglich oder erwünscht, können an dieser Stelle auch abendliche Fußbäder wundervoll entspannend wirken.

Wer nicht gerade ein Fan von normaler Milch ist, kann sie sich entweder mit Honig versüßen oder einfach auch einmal Mandelmilch ausprobieren. Beides sind sehr leckere Varianten, die im Übrigen ebenso wie Kakao, hervorragend helfen, um schneller und besser einzuschlafen.

Lavendel kann man nicht nur in Form von ätherischen Ölen oder Badezusätzen verwenden, sondern sich aus getrockneten Lavendelblüten auch einen hervorragenden Tee zubereiten. Darüber hinaus bietet Lavendel im Schlafzimmer einen Schutz vor lästigen Mücken, die gerade im Sommer auch als Störenfriede den wohlverdienten Schlaf stören können.

Für ein ungestörtes Ein- und Durchschlafen sind aber nicht nur eben genannte Hausmittel wichtig. Selbst wiederkehrende Rituale können auch im Erwachsenenalter gezielt eingesetzt werden, um besser schlafen zu können. Warum sollte das, was für Kinder gut ist, uns erwachsenen Menschen nicht auch gut tun? Denn bei diesen abendlichen Ritualen wird dem Körper und ganz besonders dem Gehirn ein Hinweis gegeben, dass nun alles runter fährt und ruhiger wird. Deswegen können die Entspannungsübungen optimal gerade dort eingebaut werden. Dann stellt sich der Schlaf in der Regel von ganz allein ein.

 

Fazit

 

Wer Ein- und Durchschlafprobleme hat, sollte erstens nicht warten, dass es sich von ganz allein verbessert und zweitens nicht sofort zu Schlafmitteln greifen. Diese bergen immer das Risiko in sich, abhängig zu werden, zumal die Ursachen damit nicht bekämpft werden.

Denn Schlaflosigkeit kann sehr verschiedene Ursachen haben. Angefangen von einer ungünstigen Bettausstattung und Schlafumgebung über eine problematische Lebensführung bis hin zu Erkrankungen, bei denen auch die eingenommenen Medikamente zu Störungen des natürlichen Schlafzyklus führen können.

Hausmittel sind von jeher die bessere Alternative, wenn man schlaflos ist. Denn sie haben keine ungesunden Nebenwirkungen und bringen zudem viele andere positive Effekte mit sich, die für einen optimalen Ausgleich zwischen Körper und Geist sorgen.

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