Welche Schlafposition ist die beste?

 

Vielleicht kennen Sie auch das Problem, dass man manchmal einige Zeit braucht, bis man die richtige Schlafposition gefunden hat, um endlich gut einschlafen zu können. Vor allem, wenn man in einem fremden Bett schläft kann das oftmals ein wirklich störendes Phänomen sein. Denn im Grunde hat jeder von uns so seine Lieblingsstellung beim Einschlafen. Selbst wenn wir diese im Laufe der Nacht unter Umständen bis zu 40 Mal verändern.

Aber welche Schlafposition ist die beste und woran merkt man überhaupt, ob man sich richtig gebettet hat? Wir geben die Antworten.

 

Welche Schlafpositionen gibt es?

 

Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Schlafgewohnheiten, zu denen auch die entsprechende Schlafposition gehört. Diese Position bezieht sich dabei allerdings nur auf jene Stellung, in welcher wir bevorzugt einschlafen und auch den größten Teil der Nacht verbringen.

Bei den Schlafpositionen wird unterschieden nach:

  • Rückenlage
  • Bauchlage
  • Seitenlage
  • Embryonallage

Das mag jetzt alles recht entspannt klingen, doch ebenso wie die passende Matratze und alle anderen Faktoren, beeinflusst auch die Wahl der richtigen Schlafposition die Qualität des Schlafes. Denn nur weil jemand gern auf dem Rücken schläft, heißt das nicht unbedingt, dass derjenige auch tatsächlich gut schläft.

Da aber jede Schlafposition auch ihre Vor- und Nachteile mit sich bringt, gibt es eigentlich nicht nur eine Position, die man als die Beste bezeichnen könnte. Immerhin kann die jeweilige Position für den einen absolut perfekt sein, während diese Stellung dann bei den nächsten Schlafproblemen mit sich bringen kann.

 

Wo liegen die Unterschiede bei den einzelnen Schlafpositionen?

 

Zunächst einmal unterscheiden sich alle Schlafpositionen danach, welcher Körperteil der Matratze zugewandt und welcher abgewandt ist. Es erschließt sich also schon aus den Bezeichnungen, wo der Unterschied liegt. Im Prinzip sind es die jeweiligen Besonderheiten, die einen tatsächlichen Unterschied machen und aus denen sich individuelle Vor- und Nachteile ableiten lassen.

  1. Die Rückenlage: Für die meisten Menschen ist das Schlafen auf dem Rücken die günstigste Schlafposition, da sie besonders schonend für den Rücken, die Gelenke und die gesamte Muskulatur ist. Das liegt daran, dass in dieser Liegeposition die Gewichtsverteilung am besten ist und es in der Regel zu keinen Verspannungen kommt. Darüber hinaus wird die Gesichtsmuskulatur und –haut in dieser Position nicht verschoben, weswegen der natürlichen Faltenbildung keinen zusätzlichen Vorschub geleistet wird. Nachteilig an dieser Position ist jedoch, dass eventuelle Atemaussetzer begünstigt werden. Menschen, die unter einer Schlafapnoe leiden, sollten diese Schlafposition also möglichst vermeiden.
  2. Die Bauchlage: Besonders starke Schnarcher oder Menschen mit einer Schlafapnoe profitieren von dieser Position am meisten. Denn Atemaussetzer beim Schlafen können in dieser Lage nicht mehr geschehen. Allerdings ist diese Schlafposition recht nachteilig, da hierbei die natürliche Form der Wirbelsäule stark abgeflacht wird, wodurch es schnell zu Verspannungen und Rückenproblemen kommen kann. Zumal in dieser Stellung der Kopf zur Seite gedreht werden muss, was zusätzliche Belastungen für den Halswirbelbereich und den Kiefer mit sich bringt. Schmerzen, die bis hin zu einem Taubheitsgefühl in Armen und Händen führen kann, sind hierbei keine Seltenheit.
  3. Die Seitenlage: Diese Schlafposition gehört zu den beliebtesten und ist durchaus sehr gut für die Wirbelsäule. Denn diese kann in ihrer natürlichen S-Form liegen und wird somit stark entlastet. Auch Schnarchen und Atemaussetzer sind in dieser Lage eher die Seltenheit. Was jedoch in dieser Position besonders nachteilig ist, ist die extreme Belastung für den Schulterbereich. Denn hier kommt es oft zu einer unterbrochenen Blutzufuhr und Nervenbahnen können regelrecht abgeklemmt werden. Daraus resultierende Taubheitsgefühle bis in die Fingerspitzen sind dabei nicht ungewöhnlich.
  4. Die Embryonallage: Wer sich wie ein Baby auf der Seite zusammenrollt und die Beine anzieht, schläft prinzipiell gar nicht schlecht. Denn die Entlastung für die Wirbelsäule ist hier am größten. Doch neben der Geborgenheit, die man in dieser Schlafposition verspürt, kann zwar das Schnarchen reduziert werden, die Zwerchfellatmung aber nachteilig beeinträchtigt werden. Ebenso nachteilig wirkt sich diese Lage auf die Gelenke aus, weswegen besonders Menschen mit arthritischen Beschwerden diese Haltung nur ungern einnehmen, denn sie verstärkt die Symptome der Erkrankung.

 

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Tipps für einen gesunden Schlaf

 

Jede Schlafposition hat also ihre Vor- und Nachteile. Welche dabei die beste für jeden ist, entscheidet sich recht schnell, wenn man sich die eigenen Bedürfnisse und Voraussetzungen bewusst macht. Darüber hinaus sollten die sehr persönlichen Aspekte auch in der Lieblingsstellung beim Schlafen mit beachtet werden.

Seitenschläfer, die beispielsweise unter Sodbrennen leiden oder auch Probleme mit der Verdauung und dem Herz-Kreislauf-System haben, sollten überlegen, auf welche Seite sie sich legen. Üblicherweise ist es die rechte Seite, die ein Sodbrennen fördert, während die linke Schlafseite die inneren Organe mehr zusammendrückt.

Allerdings haben viele Studien schon den Nachweis erbracht, dass das Schlafen auf der linken Seite selbst bei Herz-Kreislauf-Problemen nicht unbedingt die falsche Position sein muss. Denn wer links schläft, fördert seine Verdauung und die Blutzufuhr zum Herzen ist sehr viel kürzer.

Wer bevorzugt auf dem Bauch schläft, sollte den Kopf niemals zu hoch lagern. Das bedeutet also, dass es besser ein weiches, aber nicht zu dickes Kissen sein sollte, auf das man sich legt, damit die Muskulatur im Nacken nicht zu stark beansprucht wird.

Hinweis: Ein Seitenschläferkissen kann die Lendenwirbelmuskulatur zusätzlich entspannen, denn auf diese Weise kippt das Becken beim Schlafen nicht zu sehr zu der einen oder anderen Seite.

 

Fazit

 

Ein altes Sprichwort besagt, dass man so schläft, wie man sich bettet. Damit ist natürlich nicht immer nur die Bettausstattung als solches gemeint, sondern auch die Schlafposition. Es gibt hier allerdings nicht die eine Position, die besser als alle anderen ist. Vielmehr haben alle Schlafpositionen ihre klaren Vorteile und ebenso ihre Nachteile, die man mit bedenken sollte.

Wichtig bei der Wahl der richtigen Schlafposition ist also zuallererst das persönliche Wohlbefinden und natürlich die Wirkung, die sie erzielt. Spätestens am nächsten Morgen merkt man recht schnell, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Lag man beispielsweise auf dem Bauch und am Morgen tut einem alles weh, was es mit Sicherheit keine gute Position, die man beim Schlafen eingenommen hat.

Wer nicht sicher ist, welche Schlafposition für ihn die richtige ist, kann das leicht daran überprüfen, in welcher Lage man wach wird. Denn unbewusst nehmen wir im Schlaf meist genau die Position ein, die unserem Körper besonders gut tut.

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