Was macht das optimale Schlafklima aus?

 

Das Schlafklima nimmt Einfluss auf die Schlafqualität, die nur in einem gewissen Level für einen erholsamen und gesunden Schlaf garantieren kann. Doch was hat es mit diesem Begriff Schlafklima wirklich auf sich und wie erreicht man in dieser Hinsicht die optimale Höhe?

 

Was versteht man unter einem optimalen Schlafklima?

 

Unter dem Begriff Schlafklima fasst man all jene Faktoren zusammen, die unmittelbar Einfluss auf den Schlaf und dessen Qualität nehmen können.

Wie sich aus der Bezeichnung schon ableiten lässt, geht es dabei natürlich um die Raumtemperatur und alles was damit zusammenhängt oder in Beziehung steht.

So ist es nicht verwunderlich, dass zu einem optimalen Schlafklima nicht nur die Temperatur im Schlafzimmer gehört, sondern auch:

  • die Luftfeuchtigkeit
  • die Ausstattung des Bettes inklusive Bettdecke, Kopfkissen bis hin zur Bettwäsche

Darüber hinaus sollte man sich immer auch bewusst darüber sein, dass beispielsweise Pflanzen im Schlafzimmer das Klima ebenso beeinflussen können, wie der laufende Fernseher zum Beispiel für eine höhere Raumtemperatur sorgt.

Hinweis: Je nachdem mit welcher Matratze, welchem Matratzenschutz und welchen Bettwaren die Schlafstatt ausgestattet ist, kann es hier zu einer zusätzlichen Wärmebildung kommen, die sich natürlich auch wieder auf die Luftfeuchtigkeit auswirken kann.

Wird ein optimales Schlafklima angestrebt, sollte die Raumtemperatur also möglichst zwischen 16 und 18 Grad Celsius liegen und die Luftfeuchtigkeit maximal zwischen 40 und 60 Prozent betragen.

 

Wie wirkt sich das Schlafklima auf den Schlaf aus?

 

Grundsätzlich ist nicht nur die Matratze dafür ausschlaggebend, ob man gut oder weniger gut schlafen kann. Das Gleiche gilt für das Schlafklima. Denn ist es zu warm oder zu kalt im Schlafzimmer, wird die Nachtruhe unter Umständen ebenso massiv gestört, wie das laute Geräusche oder Helligkeit tun können.

Hierbei sollte man immer bedenken, dass körperliche Anstrengungen den Schlaf sehr nachteilig beeinflussen können. Kommt es aufgrund einer zu hohen Raumtemperatur oder zu dicken Decken zu übermäßigem Schwitzen, verrichtet der Körper nachts wahre Höchstleistungen, die uns dann am Ende nicht schlafen lassen.

Ist es hingegen zu kalt, wirkt sich das ebenso auf die Schlafqualität und Quantität aus.

Stimmt die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht so ganz, stellen sich schnell entweder trockene Schleimhäute ein oder es werden möglicherweise Folgen für die Gesundheit entstehen, weil beispielsweise zu viel Feuchtigkeit in der Luft angereichert ist, sodass Krankheiten wie Asthma oder chronische Bronchitis gefördert werden.

Ist das Schlafklima nicht optimal, kommt es zu:

  • schlechtem Schlaf bis hin zu Schlafstörungen
  • Tagesmüdigkeit
  • verminderter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • Antriebslosigkeit bis hin zu psychischen Krankheitsbildern, wie beispielsweise Depressionen

 

Wie lässt sich das Schlafklima verbessern?

 

Wenn man bedenkt, dass das Schlafzimmer der Ort ist, an dem wir nach unserer Arbeit die meiste Zeit in unserem Leben verbringen, sollte es dort unbedingt an optimalen Verhältnissen nicht mangeln.

Jedoch sollte man hier niemals an allgemein gültigen Werten und Faktoren festhalten, denn in welcher Weise sich das Schlafklima auf das eigene Wohlbefinden auswirkt, hängt immer auch von den ganz persönlichen Ansprüchen und Bedürfnissen ab.

Menschen, die zu starken Schwitzen neigen, werden vermutlich darauf bedacht sein, das Schlafzimmer generell etwas kühler zu halten. Andere wieder können erst richtig gut schlafen, wenn die Temperatur etwas höher liegt.

Wichtig ist im Hinblick auf die Raumtemperatur immer die richtige Lüftung und Beheizung. So sollte im Winter auf das obligatorische Stoßlüften gesetzt werden und die Heizung nicht zu hoch eingestellt werden, damit der Raum nicht vollständig überheizt wird.

In der warmen Jahreszeit hingegen ist es sinnvoll, das Schlafzimmer frühmorgens von frischer Luft durchströmen zu lassen und tagsüber den Raum zu verdunkeln und die Fenster geschlossen zu halten. So gelangt die heiße Luft des Tages nicht in den Raum und es bleibt angenehm kühl.

In Anbetracht der individuellen Wärmebedürfnisse sollte die Wahl von Matratze, Bettwaren und Bettwäsche immer angepasst sein.

Wichtig sind hier besonders atmungsaktive Materialien, denn jeder Mensch entwickelt durch die eigene Körpertemperatur eine gewisse Feuchtigkeit, die sich in der Luft anreichert. Wer dann vielleicht noch stark und schnell schwitzt hat es unter unpassender Ausstattung schwer, zu einem gesunden Schlaf zu finden.

Tipp: TV-Geräte und andere Lichtquellen erzeugen immer auch ein Stück weit Wärme, die das Raumklima nach oben treibt und schlussendlich auch für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen kann.

 

Was sollte man beachten?

 

  1. Neben den Verbesserungen des Raumklimas ist es immer auch wichtig, Decke und Kissen hinreichend aufzuschütteln und auslüften zu lassen, nachdem man morgens aufgestanden ist. Auf diese Weise kann angestaute Feuchtigkeit entweichen und es kommt im Bett selbst nicht zu unansehnlichen und gesundheitsschädlichen Feuchtigkeitsansammlungen, die Stock- und Schimmelflecken hervorrufen können.
  2. Schränke und Betten sollten niemals zu dicht an der Wand stehen, da sich dahinter die Feuchtigkeit zu stark stauen kann. Hier kommt es schnell zu einem Schimmelpilzbefall, der das Schlafklima negativ werden lässt.
  3. Viele Pflanzen kehren ihre Aktivität nachts um. Das bedeutet, dass sie nachts Sauerstoff aufnehmen und Kohlendioxid abgeben. Deswegen sollte die Wahl der Zimmerpflanzen explizit auf jene fallen, die nur sehr wenig Sauerstoff aus der Atemluft entziehen.
  4. Bewegt sich die Luftfeuchtigkeit unter der Grenze von 40 Prozent, können kleine Schalen mit Wasser helfen, das Limit in dieser Hinsicht anzuheben.

 

Fazit

 

Das optimale Schlafklima ist neben der Wahl einer passenden Matratze der wichtigste Faktor, der über einen gesunden Schlaf entscheidet. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Bettausstattung sowie die direkte Schlafumgebung sind also ausschlaggebend dafür, wie unsere Nacht wird.

Stimmt das Schlafklima nicht wirklich, kommt es häufig zu Schlafstörungen und gesundheitlichen Folgen. Deswegen ist es immer gut, wenn im Schlafzimmer nur zwischen 16 und 18 Grad Celsius sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent vorherrschen.

Das bedeutet aber auch, dass das Fenster im Winter nicht durchgehend offenstehen sollte oder die Heizung auf die höchste Stufe gedreht werden muss.

Ebenso ist es wenig sinnvoll, an heißen Sommertagen das Fenster den ganzen Tag offen zu haben, denn dabei dringt viel zu viel warme Luft in den Raum, die nicht entweichen kann.

Darüber hinaus ist ein besonderes Augenmerk auf die Luftzirkulation zu richten. Lüften und das kräftige Aufschütteln der Bettdecke gehören ebenso dazu, wie atmungsaktive Materialien bei der Matratze, dem Matratzenschutz sowie der Bettwäsche.

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