Einfluss der Jahreszeiten auf das Schlafverhalten

Beim Gedanken an den Einfluss der Jahreszeiten auf das Schlafverhalten fallen einem schnell die Wintermonate ein. In keiner Zeit empfindet man das Bedürfnis nach gesundem Schlaf intensiver. Dafür scheinen im Frühjahr die Geister zu erwachen und gefühlt benötigt man weniger Ruhe. Studien belegen, dass sich der menschliche Körper auf die Rhythmen der Jahreszeiten automatisch ausrichtet.

In den kalten Monaten von Oktober bis März mummelt sich der moderne Mensch gerne ein. Und auch das Bedürfnis nach Schlaf ist gefühlt größer. Den Tageszeiten und der längeren Dunkelheit entsprechend fallen viele in den Winterschlaf, ganz so, wie viele Tiere.

Und im Frühjahr, mit Beginn der lichtintensiveren Tage, wie auch im Sommer, verbringt der moderne Mensch weitaus weniger Zeit im Bett. Beeinflussen die meteorologischen Jahreszeiten unser Schlafverhalten wirklich so stark wie angenommen?

Der Schlaf im Rhythmus der Jahreszeiten

Innerhalb von 24 Stunden dreht sich die Erde um die eigene Achse, mal der Sonne zugewandt, mal abgewandt. Deshalb gibt es Tag und Nacht. Und da sich die Erde um die Sonne zusätzlich innerhalb eines Jahres in einem bestimmten Neigungswinkel dreht, gibt es Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dies wirkt sich gegensätzlich auf die Nord- und Südhalbkugel aus.

Alles Leben auf der Erde, vom Bakterium bis zur Pflanze, vom Tier bis zum Menschen, alles unterliegt dem Hell und Dunkel des 24-stündigen Tag- und Nachtrhythmus. Und so beeinflussen uns auch die Jahreszeiten.

In den dunklen Wintermonaten ist es kälter und dunkler, im Sommer heller und wärmer. Und so unterliegt der Mensch unterschiedlichen Aktivitätsphasen, wie aktuelle Studien bestätigen.

Im Laufe der Entwicklung hat sich der menschliche Körper auf die unterschiedlichen Jahreszeiten optimal eingestellt. Selbst in der modernen Zeit, in denen elektrische Lichter die Nacht zum Tag machen, können wir uns nicht dem Einfluss der Jahreszeiten entziehen.

Der Einfluss auf den Gemütszustand, die Gesundheit oder das Schlafverhalten ist wissenschaftlich belegt.

Durch zeitlich klug geplante Rituale beim Zubettgehen, einer optimalen und schlaffördernden Umgebung und individuell angepassten Matratzen können wir den Grundstein für gesunden Schlaf legen. Aber den Griff der natürlichen Einflussfaktoren der Jahreszeiten können wir nicht lockern. Nur was genau geht in unserem Körper vor?

Ob Lichtverhältnisse oder Temperatur, Sauerstoffsättigung oder Sonnenauf- und Untergang. Der Mensch nimmt diese Signale auf, verarbeitet sie und zeigt unterschiedliche Reaktionen.

Studien belegen den Einfluss der Jahreszeiten auf das Schlafverhalten

Forscher beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem Schlafverhalten. In Schlaflaboren kämpfen Experten gegen Schlafstörungen, entwickeln individuelle Handlungsempfehlungen für gepeinigte Patienten und helfen Medikamente und Behandlungsstrategien zu entwickeln. Denn der gesunde Schlaf an sich scheint mehr die Ausnahme zu sein, denn die Regel, in unserer modernen Gesellschaft.

Wissenschaftler bestätigten, dass sich unser Schlafverhalten in den warmen und kalten Monaten verändert. In den Sommermonaten ist der Schlafrhythmus intensiver und abgegrenzter. Ein für die beginnende Wachphase notwendiges Hormon wird durch den früheren Sonnenaufgang entsprechend früher ausgeschüttet.

Langzeitstudien beweisen, dass der Wechsel von langen und hellen Tagen zu dunklen und kürzeren Tagen die Schlaf- und Wachzeiten der Menschen beeinflusst. Wer in Nähe des Äquators lebt, leidet weniger unter Schlafstörungen. Logisch. Denn am Äquator gibt es über das ganze Jahr hindurch eine relativ gleichbleibende Sonnenmenge.

 

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Auswirkungen der Jahreszeiten auf den menschlichen Körper

Nicht nur das Energielevel oder Schlafgewohnheiten orientieren sich am Hell und Dunkel und der Temperatur. Studien belegen, dass der Mensch im Winter weniger agil ist, sich eher behäbig bewegt. Besonders Personen im mittleren oder auch hohen Alter leiden teils unter Antriebslosigkeit. Eine Verbindung zu höheren Sterblichkeitsraten in den Wintermonaten ist nicht vollends von der Hand zu weisen, so Experten.

Was genau löst diese Veränderungen im Körper aus? Mit Hilfe der Sonnenstrahlung produziert der Körper Vitamin D. Als Multitalent steuert es vieles im Körper. Bei ausreichendem Vitamin-D besitzt man eine höhere Leistungsfähigkeit, die Knochen werden gestärkt und die Sexualhormone kommen in Wallung. Aber auch das Immunsystem und die Psyche benötigen diese sonnengesteuerte Umwandlung.

Entfällt die natürliche Sonnenstrahlung, oder wird sie geringer, fühlen wir uns schneller matt und krank. Ergo verbringen wir mehr Zeit im Bett, um durch den Schlaf unser Energielevel aufzufrischen.

Aber auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle. Im Sommer sind beide Faktoren höher. Deshalb klagen viele, gerade ältere Menschen, über Einschlafprobleme in den warmen Monaten. Umso wichtiger ist es, den Schlafraum stets kühl und trocken zu halten.

Mit gesundem Rhythmus und viel Bewegung das Schlafverhalten verbessern

Wir wissen noch nicht in Gänze, wie die Jahreszeiten unser aller Schlafverhalten beeinflusst. Aber die grundlegenden Faktoren sind bereits bekannt.

Wer gut schläft, kann seine Gesundheit positiv beeinflussen!

Wer in der kältesten Jahreszeit auf mehr Bewegung achtet, kann viel zu einem tieferen und damit gesünderen Schlaf beitragen. Ebenso sollte man jede Gelegenheit nutzen, um Sonne zu tanken. Selbst wenn sie sich gern in den Wintermonaten hinter Wolken versteckt, mit dem Restlicht der Sonne kann der Körper Mindestmengen an Vitamin D produzieren. Und der Psyche hilft es auch.

In den warmen und eher feuchteren Monaten kann man ebenfalls für einen gesünderen Schlaf sorgen. Das Schlafzimmer sollte mit circa 18 Grad kühl gehalten werden, das mindert auch die Luftfeuchtigkeit. Verdunklungsrollos reduzieren den Einfluss heller Sonnenaufgänge und späterer Sonnenuntergänge.

Bei einigen Menschen kann auch die Einnahme von Melatonin helfen sich optimal an den 24-Stunden-Rhythmus anzupassen. Wie aber auch beim zu überprüfenden Vitamin-D-Mangel sollte hier ein Arzt konsultiert werden.

Wichtig ist aber generell sich ein Schlafumfeld zu schaffen in dem der Körper wirklich zur Ruhe kommen kann, fernab jedweder Störungen. Individuell angepasste Matratzen und Lattenroste helfen ebenso wie Rituale, die das Einschlafen an sich verbessern.

Ob ein Glas warmes Wasser, ein Kräutertee und ein gutes Buch vor dem Zubettgehen, gerade die Einschlafphase ist immens wichtig für die innere Ruhe.

Das alles fördert die energiebringenden Stunden Schlaf und steigert so unsere Leistungsfähigkeit und beeinflusst unsere Psyche überaus positiv.

 

 

Fotos: © Yoanna Boyadzhieva #62518925