Selbstquarantäne Corona: Tipps für ausreichende Bewegung

 

Unser aller Leben scheint seit ein paar Wochen förmlich auf dem Kopf zu stehen. Dinge, die für uns eigentlich selbstverständlich erschienen, sind nun plötzlich nicht möglich oder sollten tunlichst vermieden werden, um die Ausbreitung des Corona-Virus Covid-19 zu verlangsamen oder gar gänzlich zu verhindern. Doch die aus Sicherheitsgründen auferlegten Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen bergen durchaus auch Risiken für Körper und Geist in sich.

 

Warum brauchen Körper und Geist ausreichend Bewegung?

 

Zunächst einmal muss man sich dessen bewusst sein, dass der Mensch von Mutter Natur so geschaffen und konzipiert wurde, dass er Bewegung braucht. Keiner von uns ist dazu geschaffen, um jeden Tag nur vor dem Schreibtisch oder auf der Couch zu sitzen.

In unserem Organismus laufen zeitgleich, und in der Regel von uns völlig unbemerkt, zahlreiche Automatismen und Prozesse ab, die uns am Ende nicht nur am Leben halten, sondern für unsere Gesundheit unabdingbar sind.

Wenn wir uns über einen längeren Zeitraum zu wenig bewegen, führt das zu:

  • Übergewicht
  • Trägheit
  • schlechter Durchblutung von Gehirn und Blutbahnen
  • verstopfte Gefäße
  • gestörter Stoffwechsel
  • Konzentrationsstörungen
  • Lernschwächen
  • Gedächtnismangel
  • Schlaflosigkeit
  • Darmträgheit

Die daraus resultierenden Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Störungen, erhöhtem Blutdruck und psychischen Erkrankungen sind niemandem zu wünschen.

Denn dadurch werden körperliche und geistige Belastungen noch größer. Zudem wirkt sich der akute Bewegungsmangel nachteilig auf das Immunsystem aus, was für zusätzliche Erkrankungen sorgen kann.

Keine wirklich effektive Basis, um sich vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu schützen.

 

Wieso ist in der Corona-Krise Bewegung so wichtig?

 

Abgesehen von den Folgeerkrankungen kann es gerade in der Corona-Krise durch einen Bewegungsmangel zusätzliche Beeinträchtigungen geben.

Für die Psyche ist es besonders schädlich, da die derzeitige soziale Enthaltsamkeit noch weiter unterstützt und Depressionen nahezu ungehindert ihren Lauf nehmen können.

Außerdem bietet die Bewegung an der frischen Luft auch in der Selbstquarantäne den Vorteil, sich von der Corona-Pandemie und ihren Folgen abzulenken und gerade auf der geistigen Ebene wieder mehr Erfolge zu erzielen.

Das ist ein Stück weit Selbstbestimmung, aus welcher am Ende auch Selbstwertgefühle und Motivation entstehen können.

Hinweis: Bewegung, vor allem an der frischen Luft, lässt den Stresspegel sinken und bringt Körper und Geist wieder in eine harmonische Balance.

Zudem arbeiten derzeit immer mehr Menschen im Homeoffice oder unterrichten und betreuen ihre Kinder zu Hause. Da geht es ohne sinnvolle Bewegung überhaupt nicht, um physisch und psychisch fit und gesund zu bleiben.

 

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Wie kann man für ausreichend Bewegung in der Selbstquarantäne Corona sorgen?

 

Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, auch in der Selbstquarantäne durch Corona den natürlichen Bewegungsdrang zu unterstützen und dadurch ihre körperliche und geistige Gesundheit zu erhalten.

  1. Aktivpausen: Laut einer Empfehlung der WHO, sollte sich jeder Erwachsene in der Woche etwa 150 Minuten gut bewegen oder 75 Minuten pro Woche intensiv. Da braucht es zunächst nicht unbedingt das Fitnessstudio, welches derzeit ohnehin nicht verfügbar ist. Deswegen die kleinen Pausen beim Homeoffice oder Homeschooling dazu nutzen, sich explizit zu bewegen. Also aufstehen und für 5 Minuten hüpfen, Treppensteigen oder etwas putzen. Das bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern sorgt auch für Bewegung. Über die Woche verteilt kommen so schon einige Minuten zusammen, die als ideal gelten.
  2. Virtuelle Fitness: In Zeiten wie diesen müssen andere Alternativen zum Sportclub oder Fitnessstudio Virtuelle Trainingseinheiten können hier dem Bewegungsmangel entgegenwirken. Gut vorbereitete Workouts oder Online-Mitmach-Kurse sind ebenso effektiv, wie es einst die Tele-Gym-Sendungen waren.
  3. Manches lässt sich auch zu Hause im Gehen erledigen: Es mag komisch klingen, hilft aber wirklich effizient gegen Bewegungsmangel: Das Gehen. So ist es durchaus sinnvoll, durch die Wohnung zu gehen, wenn die Freundin anruft. Mit kleinen Kindern kann man das spielerisch zu einem tollen Erlebnis kombinieren, denn auch die eigenen vier Wände bieten mit ein bisschen Kreativität und Humor so einiges an Entdeckerfreuden. Wer nicht wirklich unter Quarantäne steht, sollte den Spaziergang natürlich nach draußen verlegen. Denn in Kombination mit Frischluft wirkt jeder noch so langweilige Spaziergang wahre Wunder.
  4. Get up, stand up: In der Corona-Krise sind es nicht immer nur Menschen, die im Homeoffice arbeiten, die eindeutig zu viel sitzen. Auch Kinder beim Basteln, Malen und Lernen oder die ganze Familie bei der Freizeitgestaltung neigen in dieser Zeit dazu, einfach zu viel und zu lange zu sitzen. Deswegen sollte man möglichst alle 30 Minuten aufstehen und ein paar Schritte gehen oder idealerweise im Stehen weiterarbeiten. Das ist nicht nur für die Fitness gut, sondern kann sogar gegen Gewichtsprobleme helfen. Denn im Stehen zu arbeiten verbrennt unglaublich viele Kalorien.
  5. Entspannungsphasen nicht vergessen: Jede Anspannung braucht auch ein Mindestmaß an Entspannung. Das trifft im Übrigen nicht nur auf einzelne Muskelgruppen zu, die man beispielsweise im häuslichen Training belastet, sondern auch für den Geist. Meditation, Atemübungen, Autogenes Training oder selbst das einfache und bewusste Ein- und Ausatmen bietet in der Corona-Krise hilfreiche Minuten, um sich komplett zu entspannen. Zudem sind diese Erholungstechniken ideal, um Stress und Ängste abzubauen, dafür aber das Immunsystem zu stärken.
  6. Gesunde und ausgewogene Ernährung: Auf eine gesunde Ernährung zu achten, ist immer gut und wichtig. Doch in Zeiten von Corona nahezu lebenswichtig. Nicht nur, damit das Immunsystem gestärkt wird, sondern auch um körperlich und geistig fit zu bleiben. Eine solche Ernährung, die aufgrund des allgemeinen Bewegungsmangels durchaus etwas leichter bekömmlich sein sollte, hilft, Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit auf einem guten Level zu halten. Zusammen mit der ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme von rund 1,5 bis 2 Litern Wasser oder Tee wird außerdem die eventuelle Darmträgheit überwunden und der Stoffwechsel angekurbelt.

Hinweis: Wer sich tatsächlich in häuslicher Quarantäne befindet, sollte immer dafür sorgen, dass die Wohnräume immer gut durchlüftet sind. Fitness in den eigenen vier Wänden zudem am besten vor dem geöffneten Fenster, auf dem Balkon oder im Garten machen.

 

Fazit

 

Die Corona-Krise lehrt uns, achtsamer zu sein. Ganz besonders im Hinblick auf die fehlende Bewegung sollte man einmal mehr daran denken, was dem Körper und dem Geist guttut. Es wird sich zunächst komisch anfühlen, zu Hause seine Runden zu drehen, aber es ist ganz wichtig, nicht darauf zu verzichten. Denn körperlich und mental sollten wir dem Virus und die daraus resultierenden Folgen keine Angriffsfläche bieten.

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