Albträume: Die besten Tipps gegen den Grusel

 

Einen Albtraum zu haben, kann den schönsten Schlaf stören. Denn es ist mehr als unangenehm, schweißgebadet und mit rasendem Herzen aus dem Schlaf hochzuschrecken. Nicht selten ist durch einen solch gruseligen Traum die Nachtruhe so stark unterbrochen, dass man sich am nächsten Tag eher unausgeruht und müde fühlt. Dennoch sind vereinzelt auftretende Albträume eher normal.

Kommen sie indes häufiger vor, sprechen Mediziner auch von einem echten Schlafproblem und empfehlen daher eine entsprechende Therapie. Manchmal aber helfen schon einige Tipps und Tricks gegen den nächtlichen Grusel, denn Albträume lassen sich oftmals verhindern.

 

Was versteht man unter einem Albtraum?

 

Unter einem Albtraum versteht man jene Träume, in denen besonders negative Emotionen wie Panik und Angst hervorgerufen werden. In der Regel enthält der Traum dann recht bedrohliche Situationen.

Damit ist auch klar, dass Albträume in der REM-Phase, also der Traumphase auftreten. Hierbei steigen Puls und Herzfrequenz ohnehin stark an, wodurch bei schrecklichen Traumbildern das Herzrasen zum Beispiel durchaus nachvollziehbar erscheint.

Ein regelrechter Albtraumklassiker ist dabei der Traum, ins Bodenlose zu fallen. Doch Wissenschaftler der kanadischen Universität von Montreal haben auch noch andere Traumbilder im Zusammenhang mit Albträumen herausgefunden.

So spielen sich in den gruseligen Träumen folgende Themen sehr häufig ab:

  • rund 49 % träumen von einem tätlichen Angriff auf die eigene Person
  • etwa 21% träumen davon, psychisch misshandelt oder betrogen zu werden
  • circa 17% fühlen sich im Traum besonders hilflos und leiden unter Versagensängsten
  • rund 9% haben im Traum Angst vor dem Tod, einer schweren Krankheit oder auch dem Verlust eines lieben Menschen

Weitaus seltener treten Albträume auf, bei denen die Schlafenden von einer unerklärbaren Angst gepackt werden, irgendwelche Insekten bedrohlich werden oder das Böse präsent ist. Manchmal sind es aber auch Träume von Verspätung oder Lähmung, die uns im Schlaf förmlich den Atem rauben und uns erschreckt hochfahren lassen.

Hinweis: Albträume gehören zu den nichtorganischen Schlafstörungen und bedürfen bei gehäuftem Auftreten mitunter der Hilfe eines Experten.

 

Woher kommen Albträume?

 

Die Ursachen für Albträume sind recht weit gefächert. Wobei man hier zunächst danach unterscheiden muss, welche Art von Albtraum man erlebt.

Denn es gibt jene, die einfach nur unangenehm sind. Dann sind es aber auch schlechte Träume, bei denen wir nicht aufwachen, uns allerdings ungemein unwohl fühlen.

Der eigentliche Albtraum ist jener, bei dem man erschreckt hochfährt und aufwacht. Schlussendlich gibt es aber auch posttraumatische Albträume und sogenannte Flashbacks, in denen man träumend das Trauma noch einmal durchlebt.

Doch woher kommen nun Albträume? Die Ursachen können sein:

  • Stresszustände und enormer Leistungsdruck im Tagesgeschehen
  • genetische Veranlagung
  • belastende Lebenssituationen und/oder Phobien
  • traumatische Erlebnisse
  • körperliche Ursachen, wie zum Beispiel schwere Krebserkrankungen
  • Medikamente, welche Auswirkung auf den Hirnstoffwechsel haben, wie beispielsweise Psychopharmaka
  • übermäßiger Konsum von medialen Gewalt- und Terrorakten, bei denen man sich zu sehr in die Handlung hineinversetzt

 

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Wie kann man sich gegen Albträume wappnen?

 

Es muss nicht immer einen sofort ersichtlichen Grund geben, um einen Albtraum zu erleben. Treten diese nur ab und zu auf, besteht ohnehin meist kein Handlungsbedarf. Denn diese Träume dienen unter anderem auch dazu, um mit den Ängsten des Alltags besser umgehen zu können.

Wer einen Albtraum erlebt, sollte sich damit verschonen, sich zu intensiv damit auseinanderzusetzen. Mitunter kann genau diese Aufmerksamkeit dazu führen, dass der nächste unangenehme Traum vorprogrammiert ist.

Das gilt insbesondere in der Wachphase, die direkt auf den Albtraum folgt. Wer dann ewig lang wachliegt und sich fragt, warum und wieso man dieses Schreckensszenario geträumt hat, wird vermutlich keinen Schlaf mehr finden oder in der nächsten Traumsequenz erneut davon träumen.

Zudem ist es sinnvoll, die nächsten Tipps und Tricks zu beherzigen, damit Albträume nicht so oft auftreten oder einem nicht den erholsamen Schlaf vermiesen:

  1. möglichst wenig negative und angsteinflößende Medien konsumieren, vor allem dann, wenn man ohnehin unter Phobien, Depressionen oder Angstzuständen leidet
  2. wer unter enormen Leistungsdruck und Stress leidet, sollte explizit Stress abbauen und vor dem Zubettgehen auf Entspannungsübungen setzen, damit der Geist zur Ruhe kommt
  3. kam es doch zu einem Albtraum, kann Reden unheimlich befreiend wirken. Wer also mit anderen über den Schreckenstraum redet, wird spüren, wie schnell die Angst verfliegt.
  4. vor dem Schlafen nicht zu üppig und zu spät essen, denn das forciert unter Umständen die schlechten Träume; insbesondere Zucker und kohlehydratreiche Speisen regen den Stoffwechsel an, wodurch das intensive Träumen besonders emotional werden kann
  5. eine Albtraumtherapie kann bei häufig auftretenden Träumen dieser Art sehr hilfreich sein
  6. luzide Träume helfen ganz besonders gut gegen Albträume; hierfür ist es sinnvoll, die Technik des gesteuerten Träumens zu erlernen, da man selbst beim ersten Auftreten eines unangenehmen Gefühls im Traum durch die eigene Vorstellungskraft gegensteuern kann
  7. das Führen eines Traumtagebuches kann helfen, die eigenen Träume zu verstehen und die Ursachen herauszufinden, um diese möglichst abzustellen

Darüber hinaus ist es wichtig, die Schlafumgebung möglichst so zu gestalten, dass der Schlaf generell von hoher Qualität ist. So gehört also die optimierte Schlafumgebung ebenso dazu, wie eine gute Schlafhygiene, ein geregelter Tagesablauf und eine gesunde Lebensführung, bei der Körper und Geist in Balance gebracht werden.

Hinweis: Da Kinder sehr häufig Albträume haben, kann das Führen eines Traumtagebuches auch hier wundervoll helfen, die Ursachen herauszufinden und dem Kind die Angst zu nehmen.

 

Fazit

 

Albträume zählen zu den nichtorganischen Schlafstörungen. Sie sind unangenehm, können aber durchaus dabei helfen, den Umgang mit den eigenen Ängsten besser zu erlernen. Allerdings treten sie bei vielen Menschen gelegentlich auf und sind in der Regel kein Dauergast.

Kommt es indes sehr häufig zu solchen Schreckensträumen, sollte explizit über die Ursache nachgedacht und mit einem Experten Kontakt aufgenommen werden. Nicht immer liegt es an einem Gruselfilm. Häufig können auch ernsthafte Krankheiten oder Medikamente der Auslöser sein.

Liegt die Ursache für einen stetig wiederkehrenden Albtraum in einem traumatischen Erlebnis begründet, ist es ohnehin notwendig, eine Traumatherapie zu absolvieren. Denn Traumata haben in der Regel nicht nur einen negativen Einfluss auf die Träume und die persönliche Schlafqualität, sondern auch auf das Tagesgeschehen.

Man sollte nicht zu sehr über die Bedeutung des Albtraumes nachdenken. Dennoch kann die Konfrontation mit dem Schreckgespenst sehr hilfreich sein, um diesen besonders negativ empfundenen Traum besser verarbeiten zu können.

 

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