Einschlafstörungen lindern: Diese 5 Kräuter helfen!

 

Wussten Sie, dass Schäfchenzählen gar nicht wirklich gut bei Einschlafstörungen hilft? Denn durch das Zählen wird das Gehirn teilweise so aktiv gehalten, dass ein sanftes Abschalten und zur Ruhe kommen kaum möglich ist. Doch Einschlafstörungen kann man sehr gut lindern. Im Gegensatz zum Zählen der Schäfchen sind besonders 5 Kräuter weitaus effektiver, um die Einschlafphase deutlich zu verkürzen und zu einem entspannten Schlaf zu finden.

 

Warum sollte man Einschlafstörungen auf natürliche Weise bekämpfen?

 

Wer denkt, dass man nur dann von Schlafstörungen spricht, wenn man nachts wach wird und nicht wieder einschlafen kann, der irrt gewaltig. Denn der gestörte Schlaf-Wach-Rhythmus hat durchaus viele Gesichter. Sehr stark verbreitet sind dabei Einschlafstörungen, die schon so manchen wieder aus dem Bett getrieben hat.

Das Hauptproblem ist dabei, das viele Menschen abends einfach nicht abschalten können. Körper und Geist kommen nicht zur Ruhe und die Einschlafphase gestaltet sich als unruhiges Hin- und Herwälzen.

Damit ist längst nicht nur der ständige Positionswechsel des Schlafenden gemeint, denn wer auf diese Weise in die Nachtruhe startet, wird auch im Kopf dieses Auf und Ab der Gedanken kennen.

Doch es ist ausdrücklich davor zu warnen, in diesen Momenten wahllos zu Schlafmitteln und Tabletten oder gar Alkohol zu greifen. Sicherlich macht Alkoholgenuss schläfrig. Die meisten schlafen auch recht schnell danach ein. Nur mit dem Durchschlafen klappt es dann nicht. Da in der zweiten Nachthälfte der Alkohol im Körper abgebaut wird, kommt es hier in fast allen Fällen zum Aufwachen, da der Organismus mit dem Abbau derart stark beschäftigt ist, dass die Tiefschlafphase massiv gestört wird.

Wer indes kurzerhand zu Schlaftabletten und anderen pharmazeutischen Medikamenten greift, wird sicherlich schlafen können. Allerdings nicht mit dem gewünschten Erholungseffekt, den ein gesunder Schlaf normalerweise bietet.

Abgesehen von den Nebenwirkungen werden Tabletten den Körper nicht in einen natürlichen Schlafmodus versetzen, weswegen beispielsweise die REM-Phase fast vollständig unterdrückt wird.

Zudem besteht bei der Einnahme von Schlafmitteln die Gefahr der Gewöhnung. Das bedeutet, dass man schon nach kurzer Zeit eine weitaus höhere Dosis braucht, um in einen traumlosen Schlaf verfallen zu können.

 

Wie wirkt sich ein störungsfreies Einschlafen auf die Schlafqualität aus?

 

Experten legen sich bei der normalen Dauer der Einschlafphase auf etwa 7 bis maximal 20 Minuten fest. Alles, was länger dauert, gilt als gestört. Zumindest, wenn es jeden Abend so ist. Demnach wird es erst dann als Einschlafstörung angesehen, wenn man häufiger als dreimal in der Woche Schwierigkeiten damit hat, zur Ruhe zu kommen.

Kann man jedoch überwiegend gut und schnell einschlafen, wird dieser entspannende Effekt mitunter auch die ganze Nacht anhalten. Denn wer das Gedankenkarussell erfolgreich abstellen konnte, wird auch in den restlichen Schlafphasen kaum von quälenden Sorgen und Nöten wachgehalten. Die Schlafqualität erhöht sich also ganz allgemein.

Dadurch kommt es nicht zu:

  • Tagesmüdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisverlust
  • Leistungsschwäche
  • Abgespanntheit
  • Gereiztheit

Hinweis: Sollten sich dennoch Schlafstörungen in einer späteren Phase der Nachtruhe einstellen, empfiehlt es sich in jedem Fall, den Ursachen für diese Störungen auf den Grund zu gehen. Mitunter wird hier auch ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt sehr aufschlussreich sein, sollte es nicht ausgerechnet an der Bettausstattung inklusive Matratze liegen.

Welche 5 Kräuter gelten als effektive Einschlafhilfen?

 

Idealerweise werden Einschlafstörungen nicht mit pharmazeutischen Schlafmitteln behandelt. In erster Linie ist es bei solchen Problemen immer wichtig, die eigenen Schlafrituale, die Schlafhygiene sowie die Schlafumgebung genau unter die Lupe zu nehmen. Oftmals liegen hier schon viele Ursachen begründet, die man leicht abstellen kann.

Sollte es dennoch Probleme beim Einschlafen geben, sind die folgenden 5 Kräuter aber immer die bessere Alternative zu Medikamenten, die nicht nur zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringen, sondern schnell zu einem ungesunden Gewöhnungseffekt führen können.

Zu den schlaffördernden Kräutern gehören:

  1. Baldrian: Die Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze wirken sehr beruhigend und entspannend, sodass sich ein sedativer Effekt einstellt. Stress und nervöse Unruhe sowie Angstzustände werden dadurch minimiert und der gesunde Schlaf stellt sich weitaus schneller ein. -> Aus einem Gramm Baldrianwurzel lässt sich ein guter Tee zubereiten, der schlaffördernd wirkt.
  2. Hopfenblüten: Sie besitzen eine stark beruhigende Wirkung, die jedoch nicht nur über den Teegenuss erzielt werden kann. Denn auch im Badewasser erzeugt sie so vor dem Schlafen diese Wirkung, weswegen die Einschlafphase sehr viel ruhiger verläuft. -> Zwei Esslöffel Hopfenblüten genügen, um einen beruhigenden Einschlaftee zuzubereiten.
  3. Lavendel: Reich an ätherischen Ölen wirkt diese alte Heil- und Gewürzpflanze unter anderem auch stressmildernd, wodurch am Abend Körper und Geist schneller ihren Ruhepunkt finden. -> Als Lavendeltee, als Badezusatz oder als Beimischung in einem duftenden Kräuterkissen sorgt der beruhigende Effekt für eine kürzere Einschlafphase.
  4. Melisse: Dieses mediterrane Kraut wirkt besonders effektiv gegen Nervosität, weswegen es als Einschlafhilfe ausgesprochen beliebt ist. Die Inhaltsstoffe wirken angstlösend und entspannend direkt auf das Zentralnervensystem. -> Zwei Teelöffel Melissenblätter genügen für einen entspannenden Tee. Doch auch als Badezusatz entfaltet dieses Kraut seine Wirkung sehr gut.
  5. Passionsblume: Besonders im Kraut und den Wurzeln sind bei dieser Pflanze Stoffe enthalten, die leicht beruhigend, schlaffördernd und beruhigend auf das Zentralnervensystem wirken. -> Bereits ein Teelöffel getrocknetes Kraut ergibt einen schlaffördernden Tee. Für Kinder ist diese natürliche Einschlafhilfe jedoch nicht geeignet, da die Passionsblume giftig ist.

Tipp: Um sehr starke Ein- und Durchschlafstörungen zu lindern, kann Baldrian auch mit Hopfen, Melisse und Passionsblume kombiniert werden.

Was man sich jedoch immer vor Augen halten sollte, ist die Tatsache, dass eine natürliche Einschlafhilfe sehr viel gesünder als Pharmaprodukte sind, aber in der Regel nicht von einem Augenblick auf den anderen zu hundert Prozent helfen.

Das bedeutet, dass diese Kräuter ihre volle Wirkung erst dann entfalten, wenn man die Kräutertees über einen längeren Zeitraum zu sich nimmt. Baldrian benötigt in der Regel rund zwei Wochen, bis er seine tatsächliche und schlaffördernde Wirkung entfaltet.

 

Fazit

 

Einschlafstörungen müssen nicht sein und sollten nicht unterschätzt werden. Dennoch muss man nicht gleich in Panik verfallen, wenn man mal einen Abend nur schwer einschlafen kann. Erst bei einem gehäuften Auftreten ist hier eine Störung existent.

So wie bei anderen Schlafstörungen auch sollte man zunächst die Ursachen erforschen und alle Faktoren, die für einen gesunden Schlaf wichtig sind, überprüfen. Gestaltet sich das Einschlafen dann immer noch schwierig, empfiehlt es sich, auf natürliche Mittel zurückzugreifen, wie unsere 5 schlaffördernden Kräuter aufzeigen.

 

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