Ratgeber: Maßnahmen gegen Milben


23.04.2009 22:55 Uhr, geschrieben von Das ProCaVe-Team

Ratgeber: Maßnahmen gegen Milben

Maßnahmen zur Verminderung von Allergiesymptomen sind: milbendichte Matratzen, halbjährliches Waschen von Kopfkissen und Oberbetten, Regelmäßige Reinigung (häufig feucht aufwischen, womit der allergieauslösende Kot entfernt wird), Lüften (reduziert die Luftfeuchtigkeit und transportiert viele der in der Luft schwebenden Kotkügelchen nach draußen) und wöchentliches Waschen der Bettwäsche bei 90 Grad. Wassertemperaturen über 60 Grad töten Hausstaubmilben; bei 40 Grad dagegen werden nur 6,5 Prozent der Tiere getötet. Effektiv aber soll sein, die Oberbetten und Kissen in einer Wäscherei waschen zu lassen, denn dort wird mit großvolumigen Maschinen und Trocknern gearbeitet. Somit kann sich die Wäsche besser entfalten, der Reinigungseffekt wird dadurch erheblich gesteigert (so zumindest laut Jung-Won Park in einem Vortrag auf der Internationalen Konferenz der American Thoracic Society). Befallene Stofftiere (oder nicht waschbare Teile) können 24 Stunden lang in der Tiefkühltruhe eingelagert werden, müssen aber in Folie verpackt werden und auch bis zum vollständigen Auftauen darin belassen werden. Ferner wird geraten, „Staubfänger“ (Pflanzen, Vorhänge, offene Regale) im Haus, möglichst auch Polstermöbel und langflorige Teppiche zu vermeiden.

Es gibt Hinweise, dass kurzflorige Teppiche / Teppichböden den Hausstaub (bestehend aus Milbenkot, Hausstaub, Blütenpollen etc.) wirkungsvoll binden und damit die Konzentration in der Atemluft reduziert wird. Um das zu nutzen, bedarf es dann eines guten Staubsaugers mit leistungsfähigen Filtersystem. Die normalen Sauger sind in ihrer Leistung, Filterwirkung und insbesondere langfristiger Funktionssicherheit umstritten. Das (aus medizinischer Sicht) eindeutig beste System ist ein Zentralstaubsauger, bei welchem die Abluft nach Grobfilterung nach draußen abgegeben wird.
Pilzbekämpfungsmittel können die Nahrungsgrundlage der Milben zerstören. Manchmal wird das aus dem Niembaum gewonnene Öl zur Bekämpfung empfohlen. Seit einiger Zeit gibt es auch ein Antimilbenmittel auf rein mineralischer Basis, welches die Milbenkopulation stoppt und die Eiablage verhindert. Die Wirksamkeit der Mittel ist umstritten.

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Ratgeber: Bettklima


23.04.2009 22:40 Uhr, geschrieben von Das ProCaVe-Team

Ratgeber: Bettklima

Um den Milben den Nährboden zu entziehen, sollte das Schlafzimmer immer gut gelüftet und tendenziell zu kühl als zu warm sein. Milben mögen es nicht, wenn es kalt ist. Wichtig für ein gutes Bettklima ist auch, dass Bettdecke und Kissen regelmäßig gelüftet werden. So kann der Körperschweiß besser verdunsten und das Gewebe trocknen.

Wer jedoch an einer Pollenallergie leidet, dem rät dringend davon ab, das Bett im Freien zu lüften. Die winzig kleinen Pollen, die fast das ganze Jahr über fliegen, gelangen so auf die Bettwäsche und garantieren den von Pollen gepeinigten Allergikern wahre Alpträume.

Grundsätzlich sollte man vermeiden, im Bett zu schwitzen, und zwar nicht nur, weil sich die Milben in dem feuchtwarmen Mikroklima so wohl fühlen. Wer nachts schweißgebadet im Bett liegt und womöglich die Bettdecke von sich streift, liegt quasi nass im Bett und läuft Gefahr, sich eine Erkältung zu zuziehen.

Deshalb sollte nicht nur auf die Qualität der Decke geachtet werden, sondern auch auf ihr Gewicht. Ein Sommerbett der Größe 2,00 m x 1,35 m sollte nicht viel mehr als 200 g wiegen, ein Winterbett nicht mehr als 700-800 g.
Da wir ohnehin in der Nacht Flüssigkeit verlieren, bis zu 700 g, und auf diesem Wege permanent Feuchtigkeit in unser Bett gelangt, ist es wichtig, in möglichst atmungsaktiven Materialien zu schlafen. Das sind unter anderem Daunen, Baumwolle, hochwertige Kunstfasern, Kapok und Wolle.

Es bietet sich beispielsweise an, ein sogenanntes Unterbett aus Wolle zu verwenden. Das absorbiert den Körperschweiß und verhindert, dass er in die Matratze gelangt. Ideal sind Unterbetten aus Wolle. Wolle nimmt bis zu 33 Prozent seines Eigengewichtes an Wasser auf. Der einzige Nachteil: Wolle muss gereinigt werden. In punkto Reinigung sind Moltonauflagen aus kochfester Baumwolle eindeutig besser, auch wenn Baumwolle nur 20 Prozent seines Eigengewichtes an Wasser aufnehmen kann.

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Ratgeber: Hausstaubmilbenallergie


23.04.2009 22:36 Uhr, geschrieben von Das ProCaVe-Team

Ratgeber: Hausstaubmilbenallergie

Die Betroffenen reagieren jedoch nicht auf die Milben selbst, sondern auf deren Kot. Die allergischen Reaktionen reichen von verstopfter Nase, über Juckreiz in Augen und Nase, Niesanfällen bis hin zu Atemnot und Asthma. Professor Doktor Dietrich Abeck von der TU München kennt Fälle, bei denen es durch Milbenkot zu einer deutlichen Verschlechterung der Neurodermitis kommt.

In der Regel treten die Symptome während der Nacht und in den frühen Morgenstunden auf. Während des Tages sind die Betroffenen meist symptomfrei. Um die Belastung durch Milben und Milbenkot so gut als möglich zu reduzieren, ist es unerlässlich, das Bett gut zu pflegen.

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Ratgeber: Hausstaubmilben


19.04.2009 12:57 Uhr, geschrieben von Das ProCaVe-Team

Ratgeber: Hausstaubmilben

Diese 0,3 mm kleinen Spinnentiere lieben es warm und wohlig. Bevor der Mensch anfing, seine Häuser zu beheizen und Fenster und Türen zu verriegeln, so dass es das ganze Jahr über gleichmäßig warm ist, lebten die Milben vorwiegend in Vogelnestern und im Gefieder der Vögel.

Seit es bei uns zuhause so schön kuschelig ist, haben sie es sich in unserer Nähe bequem gemacht und zwar dort, wo sie die meiste Nahrung finden: in unseren Betten. Denn Milben leben von unseren Hautschuppen. Da sich unsere Haut permanent regeneriert, stoßen wir die abgestorbenen Hautzellen regelmäßig ab. Das ergibt etwa 0,5 bis 1 Gramm pro Tag und Mensch.

Natürlich verlieren wir Hautschuppen nicht nur im Bett, sondern wir verteilen sie, wo immer wir uns auch hinbewegen. Im Bett verbringen wir allerdings soviel Zeit wie an kaum einem anderen Ort. Zudem haben das Gesicht, aber auch Hände und Füße - und im Sommer noch viel mehr Körperfläche - direkten Kontakt zum Bettlaken. Daher ist das Bett der optimale Futternapf für die Milben. Bis zu zehn Millionen Milben leben in einer einzigen Matratze.

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